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Akupunktur ist wirksam als Ergänzung zur schulmedizinischen Standardtherapie bei Patienten mit Schmerzen. Sie lohnt sich gemessen an den Behandlungserfolgen, erhöht aber die Behandlungskosten um durchschnittlich 360 Euro pro Patient.
Das sind die Kernergebnisse einer Studie, die zwölf Kassen unter Federführung der Techniker Krankenkasse gemacht haben. Ausgewertet wurden vom Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsöknomie der Charité in Berlin die Daten von drei Millionen Behandlungen bei 314 000 Patienten in einem Zeitraum von drei Jahren.
"Das ist eine der größten wissenschaftlichen Untersuchungen, die in der Medizin gemacht worden sind", sagte Institutsleiter Stefan Willich bei Vorstellung der Studie in Berlin. Die Untersuchung gliedert sich in drei Teile: Die Wirksamkeit der Akupunktur in der Routineversorgung wurde im Vergleich zu Patienten untersucht, die sich nur schulmedizinisch behandeln lassen. Die Wirksamkeit der Therapie wurde außerdem in einer teilrandomisierten kontrollierten Studie mit 50 000 Patienten analysiert. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Akupunktur wurde im Vergleich zu gängigen Therapiemethoden bewertet.
Eingesetzt wurde Akupunktur in der Studie bei Patienten mit HWS-, LWS-, Kopf- oder Arthroseschmerzen, mit allergischer Rhinitis, Asthma oder Dysmenorrhoe. Je nach Indikation wurden die Beschwerden bei 73 bis 90 Prozent der Untersuchten dauerhaft gelindert. Die Therapie zeitigte kaum Nebenwirkungen.
Die aktuelle Untersuchung ist eine von drei Akuntpunkturstudien, die dem Bundesausschuss der Ärzte und Krankenassen zur Begutachtung vorliegen. Bis zum Sommer soll auf Grundlage dieser Daten entschieden werden, ob Akupunktur Kassenleistung wird.

