Forum-Schmerz - Cayennepfeffer - Schmerzlinderung mit Pflanzenkraft
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14.12.2017 : 3:42

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Cayennepfeffer - Schmerzlinderung mit Pflanzenkraft

Chilischoten ergeben nicht nur schmackhafte Gerichte oder verfeinern als Cayennepfeffer-Gewürz exotische Speisen. Auch die Heilkunde macht sich die Eigenschaften des Chilis schon lange zu Nutze. Cayennepfeffer wird beispielsweise als schmerzlinderndes Heilmittel bei Rheuma, Muskelverspannungen im Schulter-Arm-Bereich und bei Nervenschmerzen auf Grund von Gürtelrose oder Diabetes eingesetzt. Sehr gut lindert er auch den Juckreiz bei Schuppenflechte.

Eigentlich ist Cayennepfeffer ein “Ei des Kolumbus”. Schließlich hat der spanische Weltensegler die Pflanze, die auch als “Spanischer Pfeffer” bezeichnet wird, in Europa bekannt gemacht. Dabei gehört sie botanisch betrachtet nicht zur Familie des Pfeffers, sondern ist ein Paprikagewächs. Der heilsame, “scharfe” Wirkstoff, der in hoher Konzentration in den Früchten des Cayennepfeffers vorkommt, ist das Capsaicin. Auf die schmerzende Körperstelle aufgetragen reizt Capsaicin die Wärme- und Schmerzrezeptoren der Haut. Das bewirkt zunächst ein leichtes Brennen auf der Haut, die sich rötet. Dann breitet sich ein wohltuendes Wärmegefühl aus und nach einigen Anwendungen fühlt sich die behandelte Stelle unempfindlicher gegen Schmerz an. Die Rötung und das Wärmegefühl sind Anzeichen für eine stärkere Durchblutung der Körperregion. Dies fördert Heilungsprozesse und die Entspannung verkrampfter Muskulatur.

Ein weiterer positiver Effekt ist die dauerhaft schmerzstillende Wirkung von Capsaicin. Es hemmt die Freisetzung eines bestimmten Schmerzbotenstoffes, der Substanz P. Die bestehenden Vorräte an Substanz P werden entleert und die Schmerzsignale nicht mehr übertragen, weshalb Patienten auch nach Beendigung der Therapie über einen längeren Zeitraum keine Schmerzen mehr haben.

Capsaicinhaltige Präparate sind in der Apotheke als Salben, Tinkturen oder Pflaster erhältlich. Im Akutfall sollte die Cayennepfeffer-Salbe bis zu viermal täglich in den schmerzenden Bereich einmassiert werden, später einmal pro Tag. Nach dem Einreiben unbedingt die Hände waschen, damit die Salbe nicht versehentlich in die Augen gelangt und die Schleimhäute reizt. Die erste Linderung tritt schon nach einigen Tagen ein, die volle Wirkung aber erst nach zwei- bis dreimonatiger Behandlung. In Packungsbeilagen wird die Behandlungsdauer auf zwei bis drei Tage eingeschränkt. Dieser Hinweis aus dem Jahr 1990 bezieht sich jedoch auf Untersuchungen mit dem reinen, unverdünnten Pflanzenwirkstoff an Mäusen. Die Versuche, bei denen Nervenenden der Tiere freipräpariert und mit Capsaicin in Kontakt gebracht wurden, sind allerdings eine völlig unrealistische Behandlungssituation. Neue Studien belegen, dass auch bei längerer Anwendung keine bleibenden Schäden auftreten.