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- 5.1.4.1: Migräne-Attacken im Weihnachtsstress wahrscheinlicher.
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Aktiv gegen Migräne - Mit Vorbeugung
Unter dem Motto "Ordinary People Doing Extra-Ordinary Things" (Normale Menschen tun außergewöhnliche Dinge) wird am 12. September 2006 in Brüssel der erste europäische Migräne-Aktionstag ausgerufen. Diese Initiative von Selbsthilfegruppen aus vielen Ländern Europas hat zum Ziel, aktiv über Migräne und Möglichkeiten der Vorbeugung zu informieren. "Damit soll auch das immer noch gängige Vorurteil, Migräne sei keine richtige Krankheit, ausgeräumt werden", erläutert Dr. Dietmar Krause vom Deutschen Grünen Kreuz e. V. (DGK), das den Aktionstag in Deutschland unterstützt.
Europaweit rufen die Initiatoren des Migränetages alle Selbsthilfeorganisationen, Kliniken und auch Betroffenen auf, im näheren Umfeld verstärkt über Migräne zu informieren. Damit soll Migränepatienten auch gezeigt werden, dass sie nicht allein mit ihrem Problem dastehen, dass sie ihre Migräne als Krankheit akzeptieren und sich nicht scheuen müssen, ärztliche Hilfe zu suchen. Denn: Nicht einmal die Hälfte aller Betroffenen geht tatsächlich zum Arzt. "Viele Patienten sind augenscheinlich der Ansicht, dass ihre Migräne nicht als schwerwiegende Erkrankung anerkannt wird und fühlen sich ausgegrenzt", erläutert Audry Craven, Vorsitzende der neu gegründeten European Headache Alliance.
Rund zehn Prozent der europäischen Bevölkerung leidet unter Migräne, mehr als unter Asthma, Diabetes und Epilepsie zusammen. Migränepatienten leiden attackenweise in der Regel unter starken und typischerweise auf eine Kopfhälfte begrenzte Schmerzen. Die Attacken beginnen meist in den frühen Morgenstunden und dauern zwischen 4 und 72 Stunden an. Die Migräne mit Aura ist durch zusätzliche neurologische Ausfallerscheinungen wie Seh- oder Sprachstörungen gekennzeichnet, die der eigentlichen Schmerzattacke vorausgehen. Die durchschnittliche Attackenhäufigkeit liegt bei einer Attacke pro Monat. Manche Menschen haben jedoch mehrmals pro Monat Migräne.
Auch wenn es bis heute keine Heilung gibt, so stehen aufgrund moderner Forschung mittlerweile wirksame Strategien zur Akuttherapie, aber auch zur Vorbeugung zur Verfügung. Eine spezifische Vorbeugung hat das Ziel, Häufigkeit, Schwere und Dauer der Attacken zu verringern. Sie ist notwendig,
- wenn die Migräneattacken als unerträglich empfunden werden, z. B. wegen eingeschränkter Lebensqualität oder Arbeitsunfähigkeit,
- wenn innerhalb der letzten drei Monate vor dem Arztbesuch mehr als zwei Attacken pro Monat auftraten,
- wenn an mehr als zehn Tagen pro Monat Schmerzmittel eingenommen werden,
- wenn die Migräneattacken länger als 72 Stunden anhalten,
- wenn es sich um komplizierte Migräneattacken mit langanhaltenden Auren handelt.
"Betroffene, auf die eines der beschriebenen Kriterien zutrifft, sollten sich in ärztliche Behandlung begeben. Das Leid einer Migräne auszuhalten, ist der falsche Weg", rät Krause.


