Ein Zuviel an Opioiden zur Behandlung bei episodischer Migräne kann die Krankheit verschlimmern.
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29.4.2017 : 7:27

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Migräne: Zuviel Opioide sind ungünstig

Zuviel Opioide bei Migräne ungünstig 

Ein Zuviel an Opioiden zur Behandlung bei episodischer Migräne kann die Krankheit verschlimmern. Einer US-Studie zufolge gehen die Patienten das Risiko ein, dass ihre Schmerzen chronisch werden.

Wer solche Wirkstoffe an mehr als acht Tagen im Monat einnimmt, hat demnach ein doppelt so hohes Risiko, innerhalb eines Jahres an chronischer Migräne zu erkranken als jemand, der auf diese Medikamente verzichtet. So lautet das Ergebnis einer Studie, die beim Jahreskongress der American Academy of Neurology vorgestellt wurde.

Als episodisch war eine Migräne definiert, die an weniger als 15 Tagen im Monat auftrat, dauerte sie länger, galt sie als chronisch. Nach Angaben der Autoren um Dr. Marcelo Bigal aus New York beschleunigen Präparate mit Codein oder Oxycodon offenbar das Fortschreiten der Erkrankung. Die Neurologen plädieren daher für strikte Grenzen, um zu verhindern, dass die Beschwerden häufiger und stärker werden.

Für ihre Studie hatten sie 24 000 Patienten mit Kopfschmerzen nach ihrer Medikation befragt und ermittelt, bei wie vielen Teilnehmern mit episodischer Migräne ein Jahr später ein Fortschreiten zur chronischen Form stattgefunden hatte. Kein erhöhtes Risiko ergab sich für Triptane und nicht-steroidale Mittel wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen und Naproxen.

Quelle: Ärzte-Zeitung vom 22.4.2008 

Kommentar des Forum Schmerz: Opioide sind in Deutschland keine Substanzen der ersten Wahl zur Behandlung von Migräne und sollten nur nach sorgfältiger Bewertung durch einen Kopfschmerzspezialisten verordnet werden.


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