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Vor einigen Jahren waren während einer Doping- Untersuchung unter 24.000 Spielern überraschend 33 ALS-Fälle entdeckt worden. Möglicherweise könnten Kopfverletzungen das zweifellos auch von den Genen abhängige Nervenleiden auslösen, sagt der Londoner Psychiater Ammar Al-Chalabi. Auch Dopingmittel oder andere Gifte könnten eine Rolle spielen. Es sei allerdings auch möglich, dass ALS-anfällige Menschen eher im Sport zu finden sein. "Es könnte eine Eigenschaft in ihrer neuromuskulären Ausstattung geben, die sie nicht nur zu guten Sportlern macht, sondern auch anfällig für ALS", so Al-Chalabi.
Die amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine degenerative Nervenerkrankung, deren Ursachen weitgehend unbekannt sind. Das voranschreitenden Leiden zerstört Nervenzellen, die für die Steuerung von Bewegungen zuständig sind, und führt so zu Lähmungen. Bewusstsein und intellektuelle Fähigkeiten werden nicht beeinträchtigt. Die Krankheit endet nach mehrjährigem Verlauf in der Regel tödlich.
Quelle: Chio, A. et al.: Severely increased risk of ALS among Italian professional football players. Brain 128: 472–476, 2005.


