Forum-Schmerz - Quallen: Schmerzhaften Kontakt mit Quallen behandeln
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17.10.2017 : 17:10

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Quallen: Schmerzhaften Kontakt mit Quallen behandeln

Alkohol oder Süßwasser als Hilfsmaßnahmen ungeeignet

Ungünstige Strömungen und Verunreinigungen im Wasser können zu einem vermehrtem Auftreten von Quallen führen. Meist ist der Kontakt mit den glitschigen Tieren nur unangenehm. Manche Arten können jedoch ernsthafte Verletzungen an der Haut verursachen. Dann ist es wichtig, die richtigen Hilfsmaßnahmen zu kennen.

Bei Berührung mit einer Qualle wird schlagartig aus Hunderten von kleinen Nesselkapseln ein Giftstoff freigesetzt, der im Normalfall Beutetiere lähmen soll. Das Nesselgift der Feuer-qualle beispielsweise, die auch in der Nordsee vorkommt, verursacht heftig juckende und brennende Blasen auf der Haut. Berührt Sie eine Qualle mit ihren langen Tentakeln, bleiben Sie möglichst ruhig, um sich nicht weiter in den Nesselfäden zu verstricken. Da nach einem Kontakt Tentakel und Nesselschleim an der Haut haften bleiben, sollten Sie mit der Hand nicht über die betroffene Stelle reiben. Verwenden Sie weder Süßwasser noch Alkohol zum Abspülen. Dadurch entladen auch noch die letzten intakten Nesselkapseln ihr Gift auf der Haut. Im Notfall streuen Sie Sand auf die betroffene Stelle. Das trocknet die Nesselfäden aus. Schaben Sie den Sand nach einiger Zeit vorsichtig mit einem scharfen Gegenstand ab. Am besten hilft eine fünfprozentige Lösung aus Haushaltsessig. Damit werden die Nessel-kapseln inaktiviert. Schütten Sie etwa 2 Liter Flüssigkeit innerhalb von 30 Sekunden über die gereizte Hautpartie und lassen Sie diese etwa eine halbe Stunde einwirken. Erst jetzt kann man die noch haftenden Tentakel oder Nesselkapseln gefahrlos entfernen.

Eine dick auf die Haut aufgetragene Paste aus Backpulver oder Magnesiumsulfat kann die Nesselkapseln ebenfalls unschädlich machen. Ein Kühlgel oder Eisbeutel lindert anschließend den Schmerz. Bei heftigen Begleiterscheinungen wie Kreislaufschwäche ist sofort ein Arzt aufzusuchen.