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23.8.2017 : 17:58

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Rheuma: Krankheit schmerzt in Osteuropa stärker


Ob es Patienten mit rheumatoider Arthritis gut geht, hängt anscheinend stark vom Gesundheitssystem des Heimatlandes ab. Liegen die Ausgaben für den medizinischen Bereich hoch wie in Westeuropa, schmerzen die Gelenke wenig. Im Osten sieht es hingegen schlechter aus.

Gelenk Über eine halbe Millionen Deutsche leiden unter rheumatoider Arthritis. Die Entzündungen in Gelenken und bisweilen auch an Herz, Lunge und Augen treffen Frauen zwei- bis dreimal häufiger als Männer. Doch nicht nur zwischen den Geschlechtern herrschen Unterschiede: Tuulikki Sokka von der Zentralklinik in Jyvaskyla, Finnland, stellte fest, dass eine erfolgreiche Therapie der rheumatoiden Arthritis stark vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) und den Gesundheitsausgaben eines Landes abhängen.
Patienten in den Niederlanden geht es am besten, berichtete das Forscherteam auf der Jahrestagung der European League Against Rheumatism (EULAR) in Barcelona. Dicht hinter den Tulpenzüchtern reihen sich Finnland, die USA und Deutschland in die Länder mit der erfolgreichsten Rheumabehandlung ein. Osteuropäische Staaten, von Estland bis Serbien, konnten die Schmerzen der Patienten hingegen nur wenig lindern - sie wiesen außerdem sowohl ein sehr niedriges BIP als auch geringe Aufwendungen im Gesundheitssektor auf.
Sokka hatte zum einen die medizinischen Daten der knapp 5000 Personen mit rheumatoider Arthritis ausgewertet, welche die Kliniken aus den 20 teilnehmenden Ländern zur Verfügung gestellt hatten. Zum anderen füllten die Patienten einen Fragebogen aus, auf dem sie angaben, welche Gelenke ihnen Schmerzen bereiteten.
Rheumatoide Arthritis ist die häufigste Erkrankung in der Gruppe, die unter den Sammelbegriff "Rheuma" fällt. Geschätzte vier bis fünf Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Europa sind an der Gelenkentzündung erkrankt, und die Zahl könnte mit der steigenden Lebenserwartung weiter zunehmen. Rheumatoide Arthritis trifft allerdings nicht nur alte Menschen - die Erkrankung schlägt besonders oft zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr zu.

Quelle: Medical Tribune vom 19.6.2007