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sra schmerz report aktuell, Jg. 4, 1 - 2005

4. Tag der Rückengesundheit am 15. März 2005
Motto: “schmerzfrei – angstfrei – besser leben“

(sra) Etwa jeder dritte Deutsche leidet laut Gesundheitsstatistik aktuell an Rückenschmerzen. Ein Leben ohne Rückenschmerzen ist Untersuchungen der Universität Lübeck zufolge nur jedem Fünften vergönnt. Diese Zahlen stimmen nachdenklich. Könnte es weniger leidvolle Erfahrungen geben, wenn mehr Vorsorge betrieben würde?

Das Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e.V. (DGK) ruft die Bevölkerung am 15. März 2005 unter dem Motto „schmerzfrei – angstfrei – besser leben“ zum vierten Mal auf, sich aktiv für einen gesunden Rücken zu engagieren. Nicht nur die Vorbeugung spielt an diesem Tag eine große Rolle. Auch eine angemessene Schmerzbehandlung, besonders bei neu auftretenden, akuten Beschwerden, ist eine wichtige Voraussetzung für die Vermeidung langer Leidenswege. Ob Schmerzen chronisch werden oder nicht, hängt entscheidend von der Erstbehandlung ab.

4. Tag der Rückengesundheit am 15. März 2005 Motto: “schmerzfrei – angstfrei – besser leben“Viele Menschen mit akuten Schmerzen haben Angst vor jeder Bewegung und versuchen, durch körperliche Erstarrung Schmerzen zu vermeiden. Mit diesem Verhalten beginnt jedoch ein Teufelskreis: Die Angst vor Bewegung kann zu Fehlstellungen führen. Die Muskulatur wird geschwächt und die Funktionsfähigkeit des Bewegungsapparates nimmt ab. Weitere Schmerzen sind die Folge. Die Belastung für die Betroffenen nimmt zu.

„Wichtig ist es deshalb, durch eine Schmerztherapie die Beschwerden rechtzeitig zu lindern“, sagt Dr. Dietmar Krause vom Forum Schmerz im DGK e. V., Marburg. „Wer schmerzfrei ist, braucht keine Angst vor Bewegung zu haben“, erläutert der Experte weiter. Mit einem gezielten Bewegungsprogramm kann dann die Rückenmuskulatur gestärkt und die Wirbelsäule stabilisiert werden.

„Die Schmerzmedikamente müssen immer entsprechend der Schmerzstärke eingesetzt werden“, erläutert Dr. Jan-Peter Jansen vom Schmerzzentrum Berlin. Leichte Schmerzen bedürfen einfacher Mittel, starke Schmerzen erfordern Opioide. Bei Opioiden müsse allerdings eine regelmäßige Einnahme nach einem festen Zeitplan erfolgen, erklärt der Experte. „Der Wirkstoffspiegel im Blut ist bei unregelmäßiger Einnahme nicht gleichmäßig hoch. So kann es immer wieder zu Schmerzphasen kommen, die den Erfolg der Behandlung beeinträchti-gen“, so Jansen.

Wichtig ist auch, dass der Wirkstoff langsam und kontrolliert über einen langen Zeitraum abgegeben wird. Die längste Wirkdauer lässt sich mit opioidhaltigen Schmerzpflastern erzielen, nämlich bis zu 72 Stunden. Der Patient kann dadurch seinen Alltag unbehindert von andauernder Medikamenteneinnahme gestalten und wichtige Reha-Maßnahmen wie Krankengymnastik wahrnehmen. „Um die Nebenwirkungen der Medikamentengabe zu verringern und mögliche Substanzwechsel bei Schmerzzunahme zu vermeiden, ist es oft sinnvoller, geringe Mengen eines hochpotenten Mittels zu geben als große Mengen eines schwachen Mittels“, so der Schmerzexperte. Diese Strategie lässt sich zum Beispiel mit dem Fentanyl-Schmerzpflaster umsetzen.

Zur Vorbeugung von Rückenschmerzen empfiehlt das Forum Schmerz ein gezieltes Bewegungsprogramm, um die Rückenmuskulatur zu stärken und die Wirbelsäule zu stabilisieren. Auch ein rückenfreundliches Umfeld mit geeigneten Schlaf- und Sitzmöbeln sind vorbeugend wirksam. Durch eine Rückenschule lässt sich das eigene Verhalten positiv beeinflussen.

Am Tag der Rückengesundheit beteiligen sich deshalb der Fachhandel, aber auch Gesund-heitsämter, Apotheken, Krankenkassen, Physiotherapeuten und Arztpraxen im gesamten Bundesgebiet. Sie informieren Betroffene und Interessierte mit Vorträgen, Infoständen und Angeboten zur Rückengymnastik. Die Adressen der Aktionspartner sind im Internet unter www.forum-schmerz.de zu finden oder unter der Rufnummer 0 64 21 / 293 - 125 zu erfragen.

Weitere Informationen zum Thema enthält auch die Broschüre „Aktiv gegen Rückenschmerzen“, die gegen einen frankierten DINA-A5-Rückumschlag (1,44 €) beim Forum Schmerz, Stichwort: Rückenschmerzen, Postfach 1207, 35002 Marburg angefordert werden kann oder im Internet unter www.forum-schmerz.de als Download Startet den Datei-DownloadAktiv gegen Rückenschmerzen zur Verfügung steht.


Kostenlose Telefonberatung zum Tag der Rückengesundheit

(sra) Längst ist er zu einer Volkskrankheit geworden: der Rückenschmerz. Mehr als die Hälfte aller Deutschen leiden ständig oder gelegentlich an Schmerzen im Rücken. Und fast jeder hatte schon einmal das Gefühl, dass ihm die Wirbelsäule durchbricht oder dass er sich „verhoben“ hat. „Viele Betroffene leiden sogar dauerhaft unter ihren Beschwerden“, sagt Dr. Dietmar Krause vom Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e. V. in Marburg. Dabei ließen sich die Beschwerden in den meisten Fällen auf ein erträgliches Maß reduzieren, macht Krause den Betroffenen Hoffnung.

Doch wie sieht eine erfolgreiche Schmerztherapie bei Rückenleiden eigentlich aus? Welche Nebenwirkungen sind zu befürchten? Wo bekomme ich Hilfe? Was kann ich selber tun? Diese und andere Fragen können Interessierte und Betroffene am 15. März 2005, dem Tag der Rückengesundheit, von 16 bis 18 Uhr unter der kostenlosen Rufnummer 0800 / 0112 115 an erfahrene Schmerzexperten richten.


Orientalischer Tanz stärkt das Rückgrat
Bauchtanz lockert die Muskulatur und beugt Rückenbeschwerden vor

(sra) Bei Bauchtanz denken viele Außenstehende immer noch an orientalisch-anmutige Schönheiten und dunkelhaarigen Frauen in glitzernden Kostümen, die sich zu fremdländi-schen Klängen in sinnlich-verführerischer Art bewegen. Doch auch außerhalb des Morgenlandes boomt diese Tanzart. In Deutschland beschäftigen sich immerhin 60.000 Frauen als Hobby damit.

Für viele dieser Frauen ist der Bauchtanz mehr als nur ein Tanz. Beim orientalischen Tanz werden alle Muskeln bewegt. Die Bewegungsabläufe sind kompliziert. Die Tänzerinnen lernen schon bei einfachen Bewegungen ihren Körper besser kennen und zu kontrollieren. Sie können Muskeln gezielt anspannen oder locker lassen. Einige Körperübungen werden teilweise auch in der Rückenschule trainiert. Sportwissenschaftler bezeichnen den orientali-schen Tanz sogar als eine Art Fitnesstraining.

Orientalischer Tanz stärkt das RückgratAuch die Psyche profitiert Bauchtanzlehrern zufolge von den weichen und runden Bewegungen. Der orientalische Tanz enthält viele Aspekte der Musik- und Tanztherapie. Der Auftritt vor Publikum stärkt zudem das Selbstbewusstsein.

Orientalischer Tanz wird deshalb heutzutage von vielen aktiven Frauen als eine Form der Gesundheitsförderung betrieben. Der Begriff „Bauchtanz“ wird von den Tänzerinnen meist abgelehnt. Schließlich wird nicht nur der Bauch bewegt. Außerdem verbinden viele mit dem Wort Bauchtanz dieses leicht anrüchige Klischee leicht zu habender Frauen, das nun wirklich nichts mehr mit dem heutigen Selbstverständnis einer orientalischen Tänzerin zu tun hat.

Wer mehr über den orientalischen Tanz erfahren möchte, findet viele Informationen auf der Internetseite www.bauchtanzinfo.de.


Morbus Bechterew: Krankengymnastik ist das A und O der Therapie

(sra) In Deutschland leiden ungefähr eine Million Menschen unter Morbus Bechterew. Hauptmerkmal dieser entzündlichen Erkrankung der Gelenke ist eine fortschreitende Verknöcherung. Betroffen sind vor allem die Wirbelsäule sowie Hüften und Schultern. Steifheit, Bewegungseinschränkungen und starke Schmerzen quälen die Betroffenen.

Mittlerweile ist bekannt, dass bei Morbus Bechterew eine genetische Veranlagung vorliegt, ausgelöst wird die Krankheit aber vermutlich durch eine bakterielle Infektion. Das Anfangsstadium ist von einem dumpfen Schmerz im unteren Rückenbereich geprägt, der auch in Hüfte und Beine ausstrahlen kann. Bewegung bessert in der Regel die Schmerzen. Die Nachtruhe wird deshalb durch das lange Liegen oft empfindlich gestört. Müdigkeit und Erschöpfung sind aus diesem Grund häufige Begleiterscheinungen der Krankheit.

Bürogymnastik Adler

Im Durchschnitt vergehen sieben Jahre, bis ein Patient die richtige Diagnose erfährt: Wertvolle Zeit, in der eine gezielte Therapie der Verknöcherung entgegenwirken könnte. Heilbar ist Morbus Bechterew bis jetzt nicht. Ziel der Therapie ist deshalb, die Beweglichkeit möglichst lange und weitgehend zu erhalten. Eine maßgebliche Rolle spielt dabei die Physiotherapie „Bei der Krankengymnastik lernen die Patienten für jede Phase der Erkrankung entsprechende Übungen“, erklärt Helga Freyer-Krause, Physiotherapeutin aus Wittelsberg. „Während eines schmerzhaften Entzündungsschubs sind sanfte Übungen, am besten unter Entlastung, sinnvoll. In anderen Phasen sollen auch kräftigende Übungen und Dehnungsübungen durchgeführt werden“. Wichtig ist, dass Betroffene ihre Übungen täglich ausführen.



Nicht vernachlässigt werden darf auch eine begleitende Atemtherapie. Die normale Brustatmung wird bei zunehmender Versteifung und Einschränkung der Beweglichkeit durch die Bauchatmung abgelöst. Dadurch verringert sich aber die Atemtiefe, unter Umständen mit ernsthaften gesundheitlichen Folgen. „Die Atemtherapie beugt einem Lungenemphysem und Herz-Kreislauf-Schwächen vor, die aus der Bauchatmung resultieren können. Außerdem wirkt sie der Versteifung der Wirbelbogengelenke entgegen“, erläutert Freyer-Krause.

In den meisten Fällen müssen, vor allem während akuter Schübe, auch die Schmerzen durch geeignete Medikamente behandelt werden. Erst so ist der Patient in der Lage, seine Bewegungsübungen regelmäßig durchzuführen.

Buchtipp zum Thema:

Wer sich ausführlich über die verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten bei Morbus Bechterew informieren will, hat jetzt die Gelegenheit dazu. Im Springer-Verlag hat der renommierte Wissenschaftler Albrecht Falkenbach ein umfassendes Werk zu Beratung, Betreuung und Behandlung von Bechterew-Patienten herausgegeben. Ziel dieses neuen Handbuches ist es, neben allgemeinen Informationen zur Krankheit möglichst eindeutige Antworten auf die vielfältigen Fragen zu liefern, die sich aus der Betreuung von Betroffenen ergeben. Die Inhalte orientieren sich am aktuellen Kenntnisstand und gehen auch auf unkonventionelle Behandlungen ein. Darüber hinaus werden Erkrankungen zur Sprache gebracht, die häufig mit Morbus Bechterew assoziiert sind.
Das Buch wendet sich in erster Linie an Ärzte und Physiotherapeuten, aber auch für den interessierten Laien bietet es viel Wissenswertes.

Albrecht Falkenbach (Hrsg.): Morbus Bechterew, Springer Verlag Wien New York, 2005, gebunden, 913 Seiten, ISBN 3-211-00808-X, € 129,80


Rückenschmerzen durch zu hohe Knochendichte?
Japanische Studie belegt Zusammenhang

(sra) Rückenschmerzen durch eine zu geringe Knochendichte, das kennen hierzulande schätzungsweise sechs Millionen Patienten. Sie leiden an Osteoporose, dem krankhaften Knochenschwund. Die Schmerzen entstehen dabei durch Wirbelkörperbrüche.

Laut einer japanischen Studie kann aber auch eine zu hohe Knochendichte schmerzen. An der Untersuchung nahmen 2.244 Frauen zwischen 25 und 85 Jahren teil, bei denen zunächst die Knochendichte bestimmt wurde. Außerdem füllten die Japanerinnen einen Fragebogen aus, der neben der Schmerzstärke beispielsweise auch Informationen über den Lebensstil dokumentierte.

Das Ergebnis: Bei Frauen mittleren Alters und mit einer hohen Knochendichte traten sehr häufig Rückenschmerzen auf. Außerdem litten sportlich aktive Frauen und Raucherinnen häufiger an Rückenbeschwerden als die übrigen. Warum die hohe Knochendichte Schmerzen auslöst, ließ sich mit der Studie nicht klären. Die Wissenschaftler gehen von einer hohen Knochensteifigkeit aus, die zu einer Belastung des Knorpels in den Wirbelgelenken führt und die Beschwerden verursacht.

Quelle:
Manabe, T. et al.: Positive relationship between bone mineral density and low back pain in middle-aged woman. European Spine Journal 12: 596-601, 2003.


Service-Informationen

Info-Broschüren

Folgende Broschüren können von Interessierten gegen Einsendung eines mit 1,44 Euro frankierten und adressierten Rückumschlag (DIN A5) angefordert werden bei:
Deutsches Grünes Kreuz e. V.
Stichwort: Titel der Broschüre
Postfach 1207
35002 Marburg

  • „Starke Schmerzen bewältigen“
  • „Aktiv gegen Rückenschmerzen
  • „Schmerztherapie bei Osteoporose“
  • „Nervenschmerzen – Ursache und Behandlung“
  • „Kopfschmerzen – Anleitung zur Selbsthilfe“
  • „Kopfschmerztagebuch für Erwachsene“ (Schutzgebühr: 0,55 Euro in Briefmarken)
  • „Kopfschmerztagebuch für Kinder“ (Schutzgebühr: 0,55 € in Briefmarken)
  • „Migräne – Krankheit oder Ausrede?“
  • "Hörbuch Kopfschmerz" (Information – Selbsthilfe – Entspannung) Preis: 9,90 € (zzgl. 2,00 € Porto und Versand).



Telefon-Hotline

Das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) bietet jeden ersten Mittwoch im Monat von 16 bis 18 Uhr eine Telefonberatung mit erfahrenen Schmerztherapeuten an unter der kostenlosen Rufnummer 0 800 / 01 12 115.


Infos im Internet

Umfangreiche Informationen rund um das Thema Schmerz, Adressen von Schmerztherapeuten und viele Downloads, bieten die Internet-Seiten des Forum Schmerz
unter www.forum-schmerz.de

Grafiken und Bildmaterial

Alle abgebildeten Fotos sowie die Buch- und Broschüren-Cover können im Zusammenhang mit den Artikeln von Redaktionen in schwarz-weiß oder farbig kostenlos per E-Mail angefordert werden unter: margot.boucsein(à)kilian.de

Interviewpartner

Für ein persönliches Gespräch vermitteln wir Redakteuren gerne die kompetenten Schmerzexperten unseres wissenschaftlichen Beirates. Zur Kontaktaufnahme wenden Sie sich bitte an Dr. Dietmar Krause.

Ansprechpartner

Bei Fragen, Anregungen oder Wünschen können Sie sich jederzeit gerne wenden an:
Dr. Dietmar Krause
Telefon 0 64 21 / 293 – 124, Telefax 0 64 21 / 293 – 724, E-Mail: dietmar.krause(à)kilian.de


V.i.S.d.P.

Herausgeber:
Forum Schmerz im DEUTSCHEN GRÜNEN KREUZ e.V.

Redaktion:
Dr. Dietmar Krause (verantw.)
Inge Kokot
Dr. Corinna Kolac

Wissenschaftlicher Beirat:
Dr. Martin Gessler (München)
Dr. Jan-Peter Jansen (Berlin)
Dr. Rüdiger Schellenberg (Hüttenberg)
Dr. Wolfgang Sohn (Schwalmtal)

Abdruck honorarfrei
Beleg erbeten an:
Deutsches Grünes Kreuz
im Kilian
Redaktion sra
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Telefon: 0 64 21 / 2 93-0
Telefax: 0 64 21 / 2 29 10