Forum-Schmerz - sra schmerz report aktuell, Jg. 4, 3 - 2005
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27.3.2017 : 18:27

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sra schmerz report aktuell, Jg. 4, 3 - 2005

Pflaster bevorzugt
Bei stabilem Schmerzniveau ziehen Patienten den Tabletten Schmerzpflaster vor

(sra) In Deutschland leiden rund 7,5 Millionen Menschen an chronischen Schmerzen. Bei etwa jedem sechsten chronischen Schmerzpatienten sind die Beschwerden so stark, dass sie mit Opioiden behandelt werden müssen. Knapp 600.000 Patienten benötigen starke Opioide, so die Statistik. „Tatsächlich sind viele Betroffene aber unterversorgt, weil es in Deutschland eine große Zurückhaltung gegenüber einer Schmerztherapie mit Opioiden gibt“, berichtet Dr. Jan-Peter Jansen vom Schmerzzentrum Berlin.

Diese Zurückhaltung besteht auf Seiten der Ärzte und der Patienten. Informationsmangel ist wohl die Ursache: „Ärzte finden die Schmerztherapie erst seit gut zehn Jahren in ihrem Ausbildungsplan“, bemängelt Jansen. Die Zusatzbezeichnung „spezielle Schmerztherapie“ darf seit neun Jahren geführt werden. Für Patienten ist eine Opioidtherapie häufig die Behandlungsform der letzten Lebensphase. Viele Menschen assoziieren damit den bettlägerigen Tumorpatienten und verbinden mit der Therapie viel Leid. Manchmal ist auch das Bild einer psychischen Abhängigkeit im Hinterkopf, wenn Betroffene die Opioidbehandlung ablehnen.

Diese aus längst vergangenen Zeiten stammenden Vorurteile halten sich hartnäckig, obwohl die Darreichungsform der Opioide soweit verändert wurde, dass eine individuelle und optimale Schmerztherapie machbar ist. Nach einer Umfrage des Deutschen Grünen Kreuzes e. V. wissen 90 Prozent der Patienten nicht, dass der Körper selbst kurzfristig zum Schutz vor unerträglichen Schmerzen Opioide (Endorphine) bilden kann, um die Beschwerden vorüber-gehend zu lindern. Die von außen zugeführten Opioide ahmen diese körpereigenen Mechanismen nach. Deshalb ist auch bei langer Anwendung keine Organschädigung zu befürchten. „Sie sind daher bei einer Dauertherapie verträglicher als andere Schmerzmittel“, bestätigt der Berliner Schmerzexperte.

Bei stabilem Schmerzniveau ziehen Patienten den Tabletten Schmerzpflaster vorVoraussetzung für eine dauerhafte Schmerzfreiheit bei chronischen Schmerzen ist die regelmäßige Einnahme der Medikamente. „Die nächste Dosis muss eingenommen werden, bevor die vorherige ihre Wirkung verloren hat“, so Jansen. Gleichmäßige Wirkstoffspiegel gewährleisten nicht nur gleichmäßige Schmerzlinderung, sondern vermeiden psychische Abhängigkeit. „Patienten mit stabilem Schmerzniveau, die also über einen längeren Zeitraum mit immer derselben Schmerzmittelmenge auskommen, können seit einigen Jahren mit Schmerzpflastern behandelt werden“, rät Jansen. Diese Therapieform hat für die Betroffenen entscheidende Vorteile: Pflaster müssen nur alle drei Tage gewechselt werden. Die Patienten werden nicht durch ständige Arzneimitteleinnahme an ihre Erkrankung erinnert. Andere, die bereits viele Tabletten einnehmen müssen, ersparen sich durch das Pflaster weitere Pillen. Außerdem wird durch das Schmerzpflaster der Magen-Darm-Trakt umgangen. „Typische Opioid-Nebenwirkungen wie Übelkeit und Verstopfung lassen sich dadurch verringern“, weiß Jansen aus Erfahrung. Die Pflaster sind inzwischen kleiner, dünner und unauffälliger als die ersten Generationen. Sie sind außerdem hautfreundlicher, weil keine Stoffe zur Beschleunigung des Transportes durch die Haut mehr benötigt werden. Auch die Klebeeigenschaften wurden verbessert, so dass baden, duschen und schwimmen jetzt möglich sind. Bei stabiler Dosierung und nach Befragen des Arztes ist mit den Pflastern auch das Autofahren erlaubt. Von vielen aktiven Schmerzpatienten werden die Pflaster daher bevorzugt, denn dadurch wird ein fast normaler Alltag wieder möglich. „Die Behandlung mit Opioiden ist nicht nur Tumorpatienten in der terminalen Lebensphase vorbehalten“, betont Jansen. Bei vielen Erkrankungen, wie beispielsweise Gürtelrose, Arthrose, Schaufensterkrankheit, chronischen Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfällen können Opioide das Mittel der Wahl sein. Die Schmerzstärke und Beschaffenheit sind entscheidende Kriterien für die Wahl des Arzneimittels. „Schmerzpatienten sollten sich daher zügig an einen Schmerztherapeuten wenden“, ist Jansen überzeugt. Tipp: Adressen von Ärzten mit der Zusatzbezeichnung „Spezielle Schmerztherapie“ finden Sie im Internet unter www.forum-schmerz.de. Eine Informationsbroschüre mit dem Titel „Starke Schmerzen bewältigen“ kann gegen Einsendung eines mit € 1,44 frankierten und adressierten DIN A5-Rückumschlages anfordern können bei: Deutsches Grünes Kreuz, Stichwort „Schmerzen“, Postfach 1207, 35002 Marburg.


Sind Bandscheibenvorfälle erblich?
Neue Studie belegt Beteiligung des Genmaterials an gesunden Bandscheiben

(sra) Etwa vier von fünf Erwachsenen haben es ein oder mehrmals in ihrem Leben am Kreuz. Rückenschmerzen kennt fast jeder. Häufig sind es die Bandscheiben, die Betroffenen Probleme bereiten. Bandscheibenvorfälle sind meist sehr schmerzhaft und können zu Gefühlsstörungen oder gar Lähmungen führen. Eine Operation ist aber nur dann notwendig, wenn neurologische Ausfälle auftreten, zum Beispiel das Heben des Fußes nicht mehr möglich ist, oder Blase bzw. Darm nicht mehr richtig funktionieren. Mehr als 100.000 Deutsche müssen dennoch jedes Jahr an der Bandscheibe operiert werden.

Der Wunsch, die Ursachen für Bandscheibenleiden zu kennen und frühzeitig zu behandeln, ist daher groß. Bislang glaubten die Mediziner, Bandscheibenvorfälle wären eine Verschleißerkrankung. Falsche Bewegungsabläufe, zu wenig Bewegung und Übergewicht werden oft als Ursachen genannt.


BandscheibeLinks: Gesunde Bandscheibe,
Rechts: Bandscheibenvorfall.


Eine aktuelle Studie zeigt nun aber, dass auch die Gene eine Rolle spielen. Forscher aus Japan und den Vereinigten Staaten von Amerika haben ein Gen gefunden, das den Bauplan für ein Eiweiß-Molekül enthält. Dieses Eiweißmolekül befindet sich in der Umgebung der Bandscheiben und bestimmt deren Stabilität und damit deren Empfänglichkeit für Bandscheibenleiden. Bei Patienten mit Bandscheibenproblemen soll dieses Eiweißmolekül verändert sein, so die Wissenschaftler. Ob sich hieraus bald eine neue Behandlungsmöglichkeit für Bandscheibenpatienten ergibt, bleibt zu hoffen.

Quelle:
S. Seki et al.: A functional SNP in CILP encoding cartilage intermediate layer protein, is associated with susceptibility to lumbar disc disease. Nature Genetics, 37 (2005), S. 607-612.


Geschichte und Standards in der Behandlung von Kopfschmerzen

(sra) Die Geschichte der Behandlung von Schmerzen ist beinahe so alt wie die Mensch-heitsgeschichte. Der von Geistern und Dämonen ausgesandten Kraft, wie der Schmerz in der Vorzeit gesehen wurde, setzten die Menschen damals Amulette, Talismänner und Rituale entgegen. Auch die schmerzlindernde Kraft mancher Pflanzen war früh bekannt. „Erster Meilenstein auf der Suche nach Schmerzmitteln war sicher die Entdeckung des Opiums etwa 2.000 Jahre vor Christus“, so Dr. Dietmar Krause vom Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e.V., Marburg.

Entscheidende Entwicklungen und Fortschritte konnten allerdings erst in den letzten 200 Jahren erzielt werden, berichtet der Experte. „Die Isolierung von Morphin, die Synthese und Entdeckung der Acetylsalicylsäure (ASS), des Paracetamols und etwa 50 Jahre später des Ibuprofens und der Kombinationspräparate waren daran beteiligt“. Heute steht die Entwicklung von effektiven Strategien bei der Schmerztherapie im Fokus, also der sinnvolle Einsatz und verantwortungsvolle Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln, sagt Krause. Denn die Bilanz der Schmerztherapie ist bis heute oft unbefriedigend, weil beispielsweise die bestehenden Möglichkeiten nicht ausgeschöpft werden.

Dabei bietet die moderne Schmerztherapie wirksame und schonende Mittel zur Schmerzbekämpfung an. „Kaum ein Mensch muss heute unnötig an seinen Schmerzen leiden“, so Krause. Und die Wissenschaft erarbeitet ständig weitere Erkenntnisse. Beispielsweise werden neue Substanzen entwickelt, die für einen Teil der Patienten neue Therapiemöglichkeiten eröffnen. Vorhandene Mittel werden in ihrer Darreichung verbessert, alternative Behandlungsformen erprobt oder „alte Arzneimittel“ neu bewertet.

So erbrachte eine bundesweite Studie über freiverkäufliche Schmerzmittel bei der Behandlung von Kopfschmerzen und Migräne bahnbrechende Ergebnisse. An dieser Studie nahmen knapp 1.800 Männer und Frauen teil. Untersucht wurde unter anderem die Wirksamkeit einer fixen Dreifachkombination aus ASS, Paracetamol und Koffein gegenüber den Einzelwirkstoffen ASS und Paracetamol sowie einer Zweier-Kombination aus ASS und Paracetamol.

Dieser erste direkte Vergleich aller Wirkstoffe ergab, dass die Dreierkombination am schnellsten und effektivsten wirkt. Sie verfügt zudem über ein breiteres Wirkspektrum. „Dies ist durch die Entfaltung des schmerzlindernden Effektes auf verschiedenen Ebenen zu erklären“, meint Krause. Durch das Koffein kommt es zu einem überadditiven Effekt. Das bedeutet, die Einzelsubstanzen unterstützen sich in der Kombination gegenseitig und erzielen gemeinsam einen größeren Erfolg als bei einzelner Gabe. „Dadurch kann die Einzeldosierung der Substanzen verringert werden“, erläutert Krause, „was der Verträglichkeit zu Gute kommt“.

Kombinationspräparate gelten daher seitens der Fachgesellschaften wie der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) bei Spannungskopfschmerzen und Migräne als Mittel der ersten Wahl. „Der Fortschritt liegt nicht immer in bahnbrechenden Neuerfindungen“, meint dazu der Marburger Schmerzexperte. Allein die Neuordnung des Systems durch solche Studien, so Krause, bringt Klarheit und hilft, Standards zu setzen.


Mit Gehirngymnastik gegen Migräne
Über den Zusammenhang von Körper, Geist und Seele

(sra) Das Gehirn steuert über ein umfangreiches Nervengeflecht und zahlreiche Botenstoffe die Muskulatur. Doch dies ist keine Einbahnstraße: Vor etwa 50 Jahren entdeckte der US-amerikanische Chiropraktiker George J. Goodheart, dass der gezielte Einsatz der Muskulatur, auch einen Einfluss auf die Nerven und damit auf Geist und Seele hat. 1964 entwickelte er daraus eine Heilmethode, die Kinesiologie. Diese Bewegungslehre soll nun auch Migränepatienten zu Gute kommen.

Dass psychische Ereignisse wie Stress oder Angst Spuren im Körper hinterlassen ist bekannt. Einen gestressten, ängstlichen oder traurigen Menschen erkennt jeder an seiner Körperhaltung. Trauer führt beispielsweise zu einem vorgebeugten Oberkörper, hängendem Kopf und über einen längeren Zeitraum zu einem Buckel. Über die Psyche können also körperliche Vorgänge wie Muskelverspannungen ausgelöst werden.

Bei Migränepatienten ist der Trigeminusnerv als „Stressmanager“ bekannt. Dieser fünfte Hirnnerv steuert die Kaumuskulatur. Wenn Migränepatienten im Alltag nun sprichwörtlich „etwas zu kauen“ oder an etwas „zu knabbern“ haben, wird der Trigeminusnerv gereizt. Steht dieser Nerv unter „Strom“, kann dies Migräne auslösen. Durch konsequente Lockerungsübungen der Kaumuskulatur und Berührungsreize ist es möglich, den Nerv wieder zu beruhigen.

Die Diagnostik ist bei der Kinesiologie ein einfaches Testverfahren: Aus dem Zustand der Muskeln, Anspannung oder Entspannung, zieht der Therapeut Rückschlüsse auf physische oder psychische Zustände. Er geht davon aus, dass der Körper sich meldet, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Da diese Rückmeldung sowohl bei körperlichen Symptomen, als auch bei seelischen Störungen und bei Konflikten im zwischenmenschlichen Bereich erfolgt, muss sorgfältig untersucht werden, wo das Problem liegt. Auch Kopfschmerzen können die unterschiedlichsten Ursachen aus den Bereichen Körper, Geist und Seele haben. Die Behandlung erfolgt dann nach den individuellen Problemen.

Die Kinesiologie gehört nicht zu den schulmedizinischen oder von Kopfschmerzexperten empfohlenen Methoden zur Behandlung von Migräne. Anerkannte Studien über ihre Wirksamkeit liegen bisher nicht vor. Dennoch ist sie für Menschen, die Interesse daran haben, durchaus einen Versuch wert.


Fersensporn: Was tun gegen stechende Schmerzen im Fuß?
Über gepolstertes Schuhwerk, Schmerzmittel und die Alternativen

(sra) Wer einen stehenden Beruf ausübt, ein paar Pfunde zu viel mit sich herum trägt oder ausgiebig Sport betreibt, kennt das Problem: Schon beim Aufstehen schmerzen die Fußsohlen. Durch Belastung wird es noch schlimmer. Die Beine hochlegen und die Schuhe auspolstern sind die natürlichen Reaktionen darauf.

Meist handelt es sich bei den Beschwerden um Fersensporn. Dort, wo die Sehnen an den Knochen angewachsen sind, kommt es durch die alltägliche Belastung der Füße zu kleinen Einrissen und Entzündungen, zur Plantarfasziitis. Die genauen Ursachen sind den Medizinern noch unklar. Nicht immer ist der Fersensporn im Röntgenbild sichtbar. Manche Menschen haben einen Fersensporn, aber keine Schmerzen. Durch Druck lassen sich allerdings meist Schmerzen auslösen.

Auch bei der Behandlung ist guter Rat teuer. Zur Standardverordnung gehörten bislang meist besonders gepolstertes Schuhwerk und entzündungshemmende Schmerzmittel. Eine Therapie, die gerade bei Dauerschmerzen für die meisten Patienten unbefriedigend ist.

Orthopäden sind deshalb immer wieder auf der Suche nach Alternativen. Eine davon könnte Botulinus Toxin A darstellen, ein von Bakterien produziertes Nervengift, das seit einigen Jahren zur Behandlung vermehrter Spannungszustände der Muskulatur (Spasmen) eingesetzt wird. Das Gift hemmt die Freisetzung von Acetylcholin, einem Stoff, der die Signale von den Nerven auf die Muskeln überträgt. Die Wirkung von Botulinus Toxin A hält etwa drei bis sechs Monate an.

Für ältere Patienten ist auch eine Strahlentherapie zu empfehlen, wie eine Bochumer Studie nun zeigte. An der Studie nahmen 62 Patienten teil, die sieben Bestrahlungssitzungen absolvierten. Jeder zweite Patient mit schmerzhaftem Fersensporn wurde durch die niedrig dosierte Strahlentherapie dauerhaft schmerzfrei. Unerwünschte Wirkungen waren durch die Bestrahlung nicht zu beobachten. Je länger die Patienten an Fersensporn litten, desto geringer war der Erfolg. Patienten, die während der Behandlung wenig mechanischen Stress auf ihre Fersen ausübten, profitierten am meisten. Die Bochumer Wissenschaftler empfehlen die Behandlung deshalb für Personen, die nicht berufstätig sind und wenig auf den Beinen stehen müssen.

Quelle:
O. Schneider et al.: Effectiveness and prognostic factors of radiotherapy for painful plantar heel spurs. Strahlenther Onkol 180 (2004), S. 502-509.


Wenn das “groß werden” schmerzt
Wachstumsschmerzen bei Kindern werden oft vernachlässigt

(sra) Meist beginnen die Attacken abends, wenn das Kind schlafen soll. Es weint und beteuert etwa 10 bis 15 Minuten lang, dass es Schmerzen in den Knien, Fußgelenken oder Armen habe. Diese Phase dauert etwa zwei Wochen. Dann ist für ein halbes Jahr wieder Ruhe mit dem Kindertheater. Ist das eine Masche oder ein ernst zu nehmendes Problem?

Viele Eltern stehen ratlos da. Die Kinderärzte sind oft keine echte Hilfe. Über Wachstumsschmerzen ist wenig bekannt. Viele Lehrbücher erwähnen sie nicht oder widmen den Beschwerden nur ein paar Zeilen. Dabei ist das Problem nicht selten. Ein Viertel bis die Hälfte aller Kinder zwischen fünf und zehn Jahren leidet immer mal wieder, oft zwei- bis dreimal im Jahr, während einiger Wochen daran.

Wachstumsschmerzen bei Kindern werden oft vernachlässigtEinziges Merkmal von Wachstumsschmerzen sind die Schmerzen vor allem der Knie, manchmal auch der Füße und Arme, wechselseitig links oder rechts. Weder Rötung, noch Schwellungen, Ausschlag oder Fieber treten gleichzeitig auf. Meist sind die Attacken abends oder nachts, selten tagsüber. Deshalb ist die Diagnose auch schwer zu stellen. Von Wachstumsschmerzen sprechen Ärzte erst dann, wenn andere Erkrankungen, wie Rheuma, Durchblutungsstörungen, Knochenbrüche, Borreliose oder Tumoren nicht in Frage kommen.

Die Ursache der Schmerzen beim Wachstum könnte die Dehnung der Sehnen und Bänder sein. “Die Sehnen und Bänder wachsen nicht so schnell mit, wenn der Körper sich nachts streckt und bei einem Schub um 0,2 Millimeter wächst”, meint hierzu Dr. med. Wolfgang Sohn, Allgemeinmediziner aus Schwalmtal. Als Therapie empfiehlt sich Wärme, z.B. durch Massage, Moorsalben oder Infrarotbestrahlung und im Extremfall auch ein Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen. “Ganz wichtig ist auch die Zuwendung der Eltern”, so Sohn.


Service Informationen

Info-Broschüren

Folgende Broschüren können von Interessierten gegen Einsendung eines mit 1,44 Euro frankierten und adressierten Rückumschlag (DIN A5) angefordert werden bei:
Deutsches Grünes Kreuz e. V.
Stichwort: Titel der Broschüre
Postfach 1207, 35002 Marburg

  • „Starke Schmerzen bewältigen“
  • „Aktiv gegen Rückenschmerzen
  • „Schmerztherapie bei Osteoporose“
  • „Nervenschmerzen – Ursache und Behandlung“
  • „Kopfschmerzen – Anleitung zur Selbsthilfe“
  • „Kopfschmerztagebuch für Erwachsene“ (Schutzgebühr: 0,55 Euro in Briefmarken)
  • „Kopfschmerztagebuch für Kinder“ (Schutzgebühr: 0,55 € in Briefmarken)
  • „Migräne – Vorbeugung und Behandlung“
  • „Hörbuch Kopfschmerz“(Information – Selbsthilfe – Entspannung)
  • Preis: 9,90 € (zzgl. 2,00 € Porto und Versand).


Telefon-Hotline

Das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) bietet jeden ersten Mittwoch im Monat von 16 bis 18 Uhr eine Telefonberatung mit erfahrenen Schmerztherapeuten an unter der kostenlosen Rufnummer 0 800 / 01 12 115.

Infos im Internet

Umfangreiche Informationen rund um das Thema Schmerz, Adressen von Schmerztherapeuten und viele Downloads, bieten die Internet-Seiten des Forum Schmerz unter www.forum-schmerz.de

Grafiken und Bildmaterial

Alle abgebildeten Fotos sowie die Buch- und Broschüren-Cover können im Zusammenhang mit den Artikeln von Redaktionen in schwarz-weiß oder farbig kostenlos per E-Mail angefordert werden unter: Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Mailmargot.boucsein(à)kilian.de

Interviewpartner

Für ein persönliches Gespräch vermitteln wir Redakteuren gerne die kompetenten Schmerzexperten unseres wissenschaftlichen Beirates. Zur Kontaktaufnahme wenden Sie sich bitte an Dr. Dietmar Krause.

Ansprechpartner

Bei Fragen, Anregungen oder Wünschen können Sie sich jederzeit gerne wenden an:
Dr. Dietmar Krause, Telefon 0 64 21 / 293 – 124, Telefax 0 64 21 / 293 – 724,
E-Mail: Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Maildietmar.krause(à)kilian.de


V.i.S.d.P.

Herausgeber:
Forum Schmerz im DEUTSCHEN GRÜNEN KREUZ e.V.

Redaktion:
Dr. Dietmar Krause (verantw.)
Inge Kokot
Dr. Corinna Kolac

Wissenschaftlicher Beirat:
Dr. Martin Gessler (München)
Dr. Jan-Peter Jansen (Berlin)
Dr. Rüdiger Schellenberg (Hüttenberg)
Dr. Wolfgang Sohn (Schwalmtal)

Abdruck honorarfrei
Beleg erbeten an:
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Telefon: 0 64 21 / 2 93-0
Telefax: 0 64 21 / 2 29 10