Pressedienst sra schmerz report aktuell, Jg. 6, 2- 2007
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17.10.2017 : 17:06

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sra schmerz report aktuell, Jg. 6, 2- 2007

Viele Kopfschmerzen – ein Mittel?
Neue Erkenntnisse in der Selbstbehandlung

(sra) Wenn der Schädel brummt, kann das viele Ursachen haben. Die Internationale Kopfschmerzgesellschaft (IHS) unterscheidet mehr als 220 verschiedene Kopfschmerzarten. Etwa 37 Formen lassen sich mit rezeptfreien Schmerzmitteln selbst behandeln. Doch: Welches Schmerzmittel hilft bei welchem Kopfschmerz?

„Die einzelnen Kopfschmerztypen zu unterscheiden, fällt selbst einem erfahrenen Arzt nicht immer leicht“, erklärt Dr. Dietmar Krause, Leiter des Forums Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e. V. (DGK). Deshalb sollte ein Schmerzmittel gewählt werden, das durch seine Zusammensetzung und Wirkweise möglichst viele Kopfschmerzarten sicher bekämpft.

„Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte die Behandlung zunächst mit einem Kombinationspräparat aus Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol und Koffein beginnen“, rät der Marburger Schmerzexperte. Der Vorzug von Kombinationspräparaten ist das breite Wirkprofil. Da die in der Kombination enthaltenen Wirkstoffe unterschiedliche Wirkorte haben, also an unterschiedlichen Stellen des Schmerzgeschehens eingreifen, sind sie vielseitig einsetzbar. Mit nur einem Mittel können so fast alle selbst behandelbaren Kopfschmerzen gelindert werden. Auch eine leichte Migräne lässt sich damit bekämpfen.

Kopfschmerzen, Migraene

Im Gegensatz dazu wirkt zum Beispiel das freiverkäufliche Naratriptan nur bei Migräne. Da Migräne und Spannungskopfschmerzen manchmal als Mischform auftreten, sollte zunächst ein Versuch mit einer Kombination probiert werden, um zu sehen, welchen Anteil die Migräne am Schmerzgeschehen spielt.

 
Reicht die Schmerzlinderung mit den freiverkäuflichen Mitteln nicht aus, treten die Schmerzen häufig auf oder kommt es noch zu weiteren Beschwerden, ist jedoch der Rat eines Arztes einzuholen.

Weitere Informationen zum Thema Kopfschmerzen bietet die Broschüre „Kopfschmerzen – Anleitung zur Selbsthilfe“, die Sie gegen Einsendung eines mit 1,45 Euro frankierten DIN A5-Rückumschlages unter dem Stichwort: Kopfschmerzen beim Deutschen Grünen Kreuz, Postfach 12 07, 35002 Marburg, anfordern können oder das Internet unter www.forum-schmerz.de.


Putzen macht den Rücken krumm
Ergonomische Anforderungen an Hausgeräte nicht vernachlässigen

(sra) Hausarbeit sollte dank moderner Technik für den Rücken kein Problem darstellen. Doch weit gefehlt. Nicht alle Putzgeräte entsprechen rückenfreundlichen Anforderungen. Verbraucher sollten immer auf vielseitige, individuelle Einstellmöglichkeiten achten, rät das Deutsche Grüne Kreuz e. V. (DGK) in Marburg.

Putzen macht den Rücken krumm

„Auch der stärkste Rücken wird irgendwann krumm und schmerzt, wenn er sich dauernd verbiegen muss“, stellt Dr. Dietmar Krause, Ergonomieexperte beim DGK, fest. Besonders belastende Tätigkeiten im Haushalt sind Fensterputzen, Staubsaugen oder Wischen. Mit dem richtigen Arbeitsgerät ließen sich manche Belastungen vermeiden. „Wichtig ist vor allem, dass sich die Gerätschaften an den Nutzer anpassen und nicht umgekehrt“, rät Krause. Deshalb sollte bei einem Wischgerät zum Beispiel der Stiel verlängert werden können. Denn kein Mensch gleicht dem anderen. Haushaltsgeräte wie ein Staubsauger stellen schon deutlich komplexere Anforderungen an die Rückenfreundlichkeit. Hier einige Tipps:

  • Das Saugrohr sollte möglichst lang sein, um auch schwer zugängliche Flächen unter Betten oder an der Zimmerdecke leicht zu erreichen.
  • Gleichzeitig muss sich das Saugrohr einfach und schnell auf die individuelle Arbeits-höhe anpassen lassen.
  • Durch eine integrierte, flexible Schlauchverlängerung kann man z. B. beim Arbeiten auf Treppen den Staubsauger unten stehen lassen.
  • Staubsauger auf Rollen sind rückenfreundlicher als Geräte, bei denen die Gesamtlast über den Griff zu bedienen ist.
  • Die Rollen sollten sich leicht lenken und rundum drehen lassen.
  • Der Griff sollte so geformt sein, dass die Hand locker von oben zugreifen kann, ohne im Handgelenk abzuknicken.
  • Eine bewegliche Anbringung des Saugschlauches ermöglicht ergonomische Bewegungsabläufe und entlastet das Handgelenk zusätzlich.
  • Filterboxen sollten leicht zugänglich und ein Wechsel ohne Verrenkungen möglich sein.
  • Häufig benutztes Zubehör sollte leicht erreichbar sein.


„Das Ganze bringt natürlich nur etwas, wenn der Nutzer das Gerät auch richtig einstellt und beim Putzen auf eine gute Haltung achtet“, so Krause. Deshalb sind Grundkenntnisse über die richtige Arbeitshaltung notwendig. Rückenschulen vermitteln hierzu die nötigen Kenntnisse.

Tipps zur rückenfreundlichen Gestaltung des Haushaltes können Interessierte jetzt beim DGK anfordern. Das kostenlose Faltblatt „Fit und beweglich bei der Hausarbeit“ gibt es gegen einen frankierten DIN-A-lang-Rückumschlag (0,55 Euro) unter Deutsches Grünes Kreuz, Stichwort: Ergonomie im Haushalt, Postfach 12 07, 35002 Marburg.


Angst vor Geburtsschmerzen?
Stromreize an Akupunkturpunkten lindern die Beschwerden

(sra) Der Geburtsschmerz ist so alt wie die Menschheitsgeschichte. In manchen Gesellschaften wird er als der natürlichste Schmerz der Welt bewertet und als Problem für die Frauen nicht wahrgenommen. In anderen Kulturkreisen ist die Schmerzlinderung eine wichtige Aufgabe der Geburtshilfe.

schwangere Frau mit Kind

Frauen sind bei der Frage „Schmerzlinderung oder nicht“ oft hin und her gerissen. Da ist die Angst vor der Intensität der Schmerzen auf der einen Seite. Aber viel größer ist oft die Sorge, wegen der Schmerzstillung die Geburt nicht bewusst erleben zu können. Meist wird daher nach sanften Methoden gefragt.

Akupunktur als mögliche Alternative wird häufig schon im letzten Schwangerschaftsmonat eingesetzt. Durch Akupunktur kann die Wehentätigkeit reguliert und die Geburtsdauer verkürzt werden. Außerdem hat die Akupunktur einen positiven Einfluss auf die Stimmungslage der werdenden Mütter. Während der Geburt gibt es laut einer aktuellen Studie aus Taiwan gute Erfolge bei der Schmerzlinderung mit Elektroakupunktur.

An der Studie nahmen 100 Frauen teil. Die Hälfte der Studienteilnehmerinnen erhielt eine Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS) an vier typischen Akupunkturpunkten. Die andere Hälfte der Frauen wurde außerhalb der Akupunkturpunkte mit TENS behandelt. Die Schmerzstärke wurde mittels Visueller Analogskala (VAS 0-10) ermittelt. Eine Schmerzverminderung um drei Punkte auf der VAS gelang bei über 60 Prozent der Frauen mit TENS-Akupunktur. Bei der Gruppe mit der Scheinakupunktur wurde eine solche Linderung nur bei 14 Prozent der Frauen gefunden.

Einen Tag nach der Geburt wurden die Frauen gefragt, ob sie bei einer weiteren Geburt wieder eine TENS-Akupunktur haben wollten. Fast alle Frauen mit echter Akupunktur bejahten diese Frage. Bei der Scheinakupunktur stimmten immerhin noch zwei Drittel aller Befragten mit ja. Die TENS-Akupunktur scheint eine sanfte und wirksame Alternative zur Linderung von Geburtsschmerzen zu sein.

Weitere sanfte Methoden sind die Homöopathie, Bachblüten- und Aromatherapie. Die beiden letzten Verfahren steigern das Wohlbefinden und stärken dadurch die körpereigenen Schmerzbremsen. Bei stärkeren Schmerzen steht Gebärenden eine Reihe von medikamentösen Verfahren zur Verfügung. Einige davon, wie das in der späten Phase der Geburt eingesetzte Lachgas oder das Opiat Pethidin dämpfen das Bewusstsein und werden nur im Notfall eingesetzt. Eher akzeptiert sind die Peridural-Anästhesie (PDA) und die Spinal-Anästhesie. Bei beiden Verfahren wird ein Medikament in die Wirbelsäule gespritzt.

Schwangere sollten sich vor der Geburt ausführlich über die Möglichkeiten der Schmerzlinderung informieren, um bewusst entscheiden zu können. Eine Wertung von Außenstehenden über den Wunsch nach einer Schmerzstillung ist überflüssig. Nur die Betroffenen selbst können sich ein Urteil darüber erlauben. Denn jeder empfindet Schmerzen anders. Die Möglichkeiten für eine schmerzfreie Geburt sind da.

Quelle: Chao, A.S. et al.: Pain relief by applying transcoutaneous electrical nerve stimulation (TENS) on acupuncture points during the first stage of labor: a randomized double-blind placebo-controlled trial. Pain 127: 214-220, 2007.


Wenn nichts mehr hilft: Neurostimulatoren gegen chronischen Schmerz

(sra) Wenn es im Rücken schmerzt oder die Nerven unkontrolliert ihre Schmerzimpulse an das Gehirn schicken, haben Betroffene nicht mehr viel zu lachen. Andauernde Schmerzen machen mürbe, unwirsch und launisch. Auch Schmerztherapeuten kennen diese Situation und versuchen aus den vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten, das individuell erfolgreiche Konzept zu entwickeln. Doch was geschieht mit Patienten, deren Beschwerden sich nicht mit Medikamenten kontrollieren lassen und die durch jedes Raster fallen?

„Bei Patienten, denen mit Arzneimitteln, nicht-medikamentösen oder psychotherapeutischen Verfahren nicht geholfen werden kann, hat sich häufig die Neurostimulation als wirksame Alternative erwiesen“, erklärt Dr. med. Jan-Peter Jansen vom Schmerzzentrum Berlin. Bei der Neurostimulation wird eine Elektrode epidural, also zwischen die Wirbel und den eigentlichen Wirbelkanal, platziert. Die Elektrode gibt ständig Impulse an das Rückenmark ab. Die elektrischen Reize gelangen in das Gehirn und überlagern dort die körpereigenen Schmerzsignale. Gesteuert wird die Elektrode durch einen Stimulator, der unter die Bauchdecke implantiert wird. Während des Eingriffes sind die Patienten wach. Bei einer Probestimulation sollen sie Kribbel-Parästhesien in dem Schmerzareal empfinden. Dadurch wird geprüft, ob die Elektrode richtig liegt. Später können die Patienten die Stärke der Impulse dann selbst programmieren.

Die Ergebnisse der aktuellen PROCESS-Studie konnten den Erfolg belegen. In einer kontrollierten Untersuchung wurden 48 Patienten mit einem Neurostimulator behandelt, 52 Patienten medikamentös. Die durchschnittliche Schmerzintensität der Patienten betrug zu Beginn 75 von 100 möglichen Punkten auf einer Schmerzskala. Nach sechsmonatiger Therapie hatte sich der Punktwert bei 48 Prozent der Neurostimulator-Patienten, aber nur bei 9 Prozent der medikamentös behandelten Betroffenen halbiert.
„Ob die Neurostimulation als Therapie in Frage kommt, sollte in spezialisierten Zentren entschieden werden. Im Schmerzzentrum Berlin sind wir sehr froh, mit Prof. Klaus Maier-Hauff einen ausgewiesenen Experten für die Entwicklung eines Zentrums für Neurostimulation gewonnen zu haben“, sagt Jansen. Die Kosten für das Verfahren werden von den Krankenkassen übernommen.

Geeignet ist die Methode für folgende Patienten:
· wenn nicht-operative Therapien keine ausreichende Schmerzlinderung erreichen
· es keinen erkennbaren Grund für die Schmerzen gibt
· herkömmliche chirurgische Eingriffe zur Schmerzlinderung nicht in Frage kommen
· keine unbehandelte Medikamentenabhängigkeit besteht
· eine Versuchsbehandlung erfolgreich war.

Quelle:
Kumar, K. et al.: Spinal cord stimulation in treatment of chronic benign pain: challenges in treatment planning and present status, a 22-year experience. Neurosurgery 58: 481-496, 2006.
Präsentation der ROCESS-Studie auf dem Jahreskongress der Europäischen Sektion der internatio-nalen Schmerzgesellschaft IASP in Istanbul, 2006.


Viele Gesichter – eine Krankheit: Fibromyalgie

(sra) Schätzungen zufolge leiden in Deutschland rund 1,5 Millionen Menschen an einer Krankheit, die schwer zu erklären ist – dem Faser-Muskel-Schmerz, der Fibromyalgie. Muskelschmerzen, Müdigkeit und Magen-Darm-Störungen sind nur einige der Symptome. Die Diagnose ist schwierig. Im Schnitt dauert es sieben Jahre und zahlreiche Arztbesuche, bis die Erkrankung erkannt wird. Betroffene gelten oft als eingebildete Kranke. Mit Schmerzmitteln und anderen Medikamenten aus der Schmerztherapie ist den Symptomen Einhalt zu gebieten.

Die Symptome der Fibromyalgie können vielfältig und individuell sehr verschieden sein. Brennende, schneidende, dumpfe oder bohrende, am ganzen Körper auftretende Schmerzen und Muskelverspannungen gehören dazu. „Oft sind die Patienten chronisch müde und ständig erschöpft, finden gleichzeitig aber keinen Schlaf“, erläutert Dr. med. Martin Gessler, wissenschaftlicher Beirat im Forum Schmerz des Deutschen Grünen Kreuzes e. V. (DGK). Die Betroffenen sind einerseits kälteempfindlich, schwitzen aber vermehrt. Manche Patienten haben Magen-Darm-Beschwerden. Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme) können ver-stärkt auftreten und Atemnot die Erkrankung begleiten.

Kein Wunder, dass es für die behandelnden Ärzte sehr schwer ist, die Fibromyalgie zu erkennen. „Krankheiten mit ähnlichen Symptomen müssen zunächst ausgeschlossen werden“, so Gessler. Als Diagnosekriterium hat sich die Schmerzempfindlichkeit bestimmter Punkte am Körper, der tender points, etabliert. „An diesen Punkten reagieren die Patienten bei leichtem Druck mit unverhältnismäßig starken Schmerzreaktionen“, berichtet der Münchner Neurologe.

Der Beginn der Krankheit verläuft meist schleichend. Leichte Rückenschmerzen breiten sich immer mehr aus. Dann gesellen sich die anderen Beschwerden dazu. „Je länger die Erkrankung unbehandelt anhält, desto größer die Wahrscheinlichkeit für seelische Probleme und Depressionen“, meint Gessler. Typisch für die Fibromyalgie ist auch ein Verlauf in Schüben. Relativ ruhige Krankheitsphasen mit beschwerdefreien Stunden wechseln sich mit Phasen völliger Erschöpfung und starken Schmerzen ab.

Eine Erklärung für diese Krankheit gibt es bislang noch nicht. „Möglicherweise ist aber das Immunsystem an der Entstehung beteiligt“, so Gessler. Auch Viren oder Bakterien werden als Auslöser diskutiert – allerdings ohne Beweis. Tatsache ist aber, dass etwa ein Viertel aller Borreliose-Patienten eine Fibromyalgie entwickelt. „Auf jeden Fall scheint die Schmerzverarbeitung bei den Patienten gestört zu sein“, erklärt Gessler weiter. Das Verhältnis schmerzstillender und Schmerz auslösender Neurotransmitter ist bei der Fibromyalgie aus dem Gleichgewicht gekommen.

Die Behandlung der Fibromyalgie ist genauso individuell wie die Erkrankung selbst. Es gibt eine Reihe von Medikamenten, darunter Schmerzmittel, Antidepressiva, Muskelrelaxanzien und Antiepileptika, die alle wirksam sind. „Welcher Wirkstoff oder welche Wirkstoffkombinati-on im Einzelfall jedoch erfolgreich ist, kann nicht vorhergesagt werden“, bestätigt der Schmerzexperte.
Unter den Schmerzmitteln spielen Paracetamol und Flupirtin eine große Rolle. „Bei extrem starken Schmerzen kann der Einsatz von Opioiden sinnvoll sein“, weiß Gessler aus Erfahrung. Oft wird eine Kombination aus schwachem Opioid und leichtem Schmerzmittel eingesetzt. Antidepressiva machen vor allem dann Sinn, wenn depressive Verstimmungen die Beschwerden begleiten. Muskelrelaxantien sind zwar wirksam, fördern aber meist die Müdigkeit und sind deshalb nur bei solchen Patienten zu empfehlen, die keine Schlafprobleme aufweisen. Antiepileptika vermindern generell die Aktivität von Nervenzellen und wirken auch bei Fibromyalgie schmerzlindernd.

„Als begleitende Behandlung hat sich körperliche Bewegung, wie Gymnastik, Schwimmen, Radfahren oder Walking, als hilfreich erwiesen“, empfiehlt Gessler den Betroffenen. Nach einem sanften Training ist der Körper weniger anfällig für die Schmerzen. Auch eine Wärmebehandlung wirkt über die vermehrte Durchblutung der betroffenen Areale schmerzlindernd.

Der wichtigste Rat für die Patienten ist, den Kopf nicht in den Sand zu stecken, sondern selbst aktiv zu werden. Fibromyalgie ist keine lebensbedrohliche Krankheit. „Mit der individuell richtigen Medikation, viel Geduld und einem festen Willen können Betroffene wieder ein aktives Leben führen“, ermutigt der Münchner Experte die Patienten.


Service-Informationen „Forum Schmerz“

Broschüren
Das Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e. V. (DGK) hat umfangreiche Broschüren zu folgenden Themen herausgegeben:

· Starke Schmerzen bewältigen
· Aktiv gegen Rückenschmerzen
· Schmerztherapie bei Osteoporose
· Nervenschmerzen – Ursache und Behandlung
· Kopfschmerzen – Anleitung zur Selbsthilfe
· Migräne – Vorbeugen und Behandeln
· Kopfschmerztagebuch für Erwachsene (Schutzgebühr 0,55 €)
· Kopfschmerztagebuch für Kinder (Schutzgebühr 0,55 €)

Die kostenlosen Informationsbroschüren können gegen Einsendung eines mit 1,45 € frankierten DIN-A5-Rückumschlages beim DGK, Stichwort: Titel der Broschüre, Postfach 1207, 35002 Marburg angefordert werden.

Beratungstelefon
Das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) bietet jeden ersten Mittwoch im Monat von 16 bis 18 Uhr eine Telefonberatung mit erfahrenen Schmerztherapeuten unter der kostenlosen Rufnummer 0800 / 0112 115 an.

Internet
Umfangreiche Informationen rund um das Thema Schmerz, mit vielen Querverweisen zu anderen Krankheitsbildern, bieten die Internet-Seiten des Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz unter http://www.forum-schmerz.de

Grafiken und Bildmaterial
Alle abgebildeten Fotos sowie die Buch- und Broschüren-Cover können im Zusammenhang mit den Artikeln von Redaktionen in schwarz-weiß oder farbig kostenlos per E-Mail angefordert werden unter: margot.boucsein(à)kilian.de

Interviewpartner
Für ein persönliches Gespräch vermitteln wir Redakteuren gerne die kompetenten Schmerzexperten unseres wissenschaftlichen Beirates. Zur Kontaktaufnahme wenden Sie sich bitte an Dr. Dietmar Krause.

Ansprechpartner
Bei Fragen, Anregungen oder Wünschen können Sie sich jederzeit gerne wenden an:
Dr. Dietmar Krause, Telefon 0 64 21 / 293 – 124, Telefax 0 64 21 / 293 – 724,
E-Mail: dietmar.krause(à)kilian.de

Hilfreiche Adressen:
Adressen von regionalen Selbsthilfegruppen und Schmerzspezialisten erhalten Sie bei:

Deutsches Grünes Kreuz e. V.
- Forum Schmerz -
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Telefon 06421/293-125
Telefax 06421/293-170

Buchtipp
Dr. Dietmar Krause, Helga Freyer-Krause
Was für den Rücken gut ist
VERLAG im KILIAN, 2006
ISBN 3-932091-92-2, 5,00 €


V.i.S.d.P.

Herausgeber:
Forum Schmerz im DEUTSCHEN GRÜNEN KREUZ e.V.

Redaktion:
Dr. Dietmar Krause (verantw.)
Inge Kokot
Dr. Corinna Kolac
Simone Paprotka

Wissenschaftlicher Beirat:
Dr. Martin Gessler (München)
Dr. Jan-Peter Jansen (Berlin)
Dr. Rüdiger Schellenberg (Hüttenberg)
Dr. Wolfgang Sohn (Schwalmtal)

Abdruck honorarfrei
Beleg erbeten an:
Deutsches Grünes Kreuz
im Kilian
Redaktion sra
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Telefon: 0 64 21 / 2 93-0
Telefax: 0 64 21 / 2 29 10