Forum-Schmerz - Sommerspezial Juli 2006
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18.8.2017 : 14:38

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Sommerspezial Juli 2006

Mit Opioiden auf Reisen
Ärztliche Bescheinigung nicht vergessen

(sra) Patienten, die auf opioidhaltige Medikamente angewiesen sind, sollten vor einer Reise unbedingt klären, ob und in welcher Darreichungsform diese Arzneimittel am Urlaubsort verfügbar sind. Da sowohl die Qualität als auch die Dosierung in anderen Nationen von den in Deutschland gewohnten Medikamenten abweichen kann, ist es eventuell erforderlich, eine ausreichende Menge für den Urlaub mitzunehmen. „Um behördliche Unannehmlichkeiten zu vermeiden, sollten Reisewillige frühzeitig klären, ob für die benötigten Medikamente im jeweiligen Urlaubsland eine Einfuhrbeschränkung besteht“, sagt Dr. Dietmar Krause vom Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e.V. in Marburg.

Mit Opioiden auf ReisenFür Patienten, die innerhalb Deutschlands oder in einen Mitgliedsstaat des Schengener Abkommens reisen, gilt: Bei einem Urlaub bis zu 30 Tagen kann der Patient sämtliche Medikamente mitnehmen. „Das betrifft auch starke Schmerzmittel wie Opioide, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen“, betont Krause. Um die medizinische Notwendigkeit der Opioideinnahme zu dokumentieren, ist hierzu allerdings eine ärztliche Bescheinigung erforderlich. Darauf sind die Adresse des behandelten Arztes, wichtige Daten des Patienten und alles Wissenswerte über das Arzneimittel wie Handelsbezeichnung, Wirkstoffangabe, Darreichungsform, Wirkstoffkonzentration und Reichdauer der Verschreibung aufgeführt. „Das Formular ist bei der Bundesopiumstelle in Bonn erhältlich, wird vom Arzt ausgefüllt und muss vom örtlichen Gesundheitsamt beglaubigt werden“, erläutert Krause. Das benötigte Formular Bescheinigung für das Mitführen von Betäubungsmitteln kann auch unter www.forum-schmerz.de in der Rubrik Patienten-Service als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Bei Reisen außerhalb des Geltungsbereiches des Schengener Abkommens sollte eine ärztliche Bescheinigung in englischer Sprache mitgenommen werden. Diese sollte Angaben über die Einzel- und die Tagesdosis der Medikamente sowie die Dauer der Reise enthalten. Au-ßerdem ist es laut Krause ratsam, bei der zuständigen Botschaft in Deutschland die genauen Richtlinien des Urlaubslandes zu erfragen.


Neue Hör-CD bietet Entspannung auf der Reise

(sra) Wer sich so richtig auf den Urlaub und die Erholung freut und nach langer Reise endlich am Ziel angekommen ist, bekommt oft einen unangenehmen Reisebegleiter zu spüren – dumpf-drückende Kopfschmerzen. Ausgerechnet dann, wenn der Alltags- und Berufsstress abfällt und die Entspannung beginnen könnte, setzen sie ein. Wer häufiger stressbedingt unter Spannungskopfschmerzen leidet, sollte Entspannungsübungen lernen und durchführen. Das Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e. V. hat dafür jetzt eine Hör-CD entwickelt. Neben einfachen Übungen zur Muskelrelaxation bietet die CD auch gelenkte Fantasiereisen an.

Die CD ist im Buchhandel unter ISBN 3-932091-88-4 für 9,90 € erhältlich oder beim Deutschen Grünen Kreuz unter Tel. 0 64 21/ 293 123.


Kopfschmerzen auf Flugreisen vorbeugen

(sra) Wer eine längere Flugreise plant, sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Das beugt unangenehmen Kopfschmerzen vor. Darauf weist das Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e. V. in Marburg hin.

Kopfschmerzen auf Flugreisen vorbeugenDie geringe Luftfeuchtigkeit in der Flugzeugkabine erhöht automatisch den Flüssigkeitsverlust während der Reise. In Verbindung mit der geringen Bewegung an Bord sinkt zudem der Blutdruck und das verursacht Kopfschmerzen. Hinzu kommt, dass der niedrige Luftdruck an Bord zusätzlich die Sauerstoffaufnahme und -versorgung erschwert. Dadurch werden die Kopfschmerzen noch verstärkt. Zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfes sind Wasser, Fruchtsäfte und Kräutertees zu bevorzugen. Empfehlenswert sind mindestens 150 Milliliter (ml) pro Stunde. Alkohol sollte als Durstlöscher vermieden werden.


Schmerzhafter Kontakt mit Quallen
Alkohol oder Süßwasser als Hilfsmaßnahmen ungeeignet

(sra) Ungünstige Strömungen und Verunreinigungen im Wasser können zu einem vermehrtem Auftreten von Quallen führen. Meist ist der Kontakt mit den glitschigen Tieren nur unangenehm. Manche Arten können jedoch ernsthafte Verletzungen an der Haut verursachen. Dann ist es wichtig, die richtigen Hilfsmaßnahmen zu kennen.

Bei Berührung mit einer Qualle wird schlagartig aus Hunderten von kleinen Nesselkapseln ein Giftstoff freigesetzt, der im Normalfall Beutetiere lähmen soll. Das Nesselgift der Feuer-qualle beispielsweise, die auch in der Nordsee vorkommt, verursacht heftig juckende und brennende Blasen auf der Haut. Berührt Sie eine Qualle mit ihren langen Tentakeln, bleiben Sie möglichst ruhig, um sich nicht weiter in den Nesselfäden zu verstricken. Da nach einem Kontakt Tentakel und Nesselschleim an der Haut haften bleiben, sollten Sie mit der Hand nicht über die betroffene Stelle reiben. Verwenden Sie weder Süßwasser noch Alkohol zum Abspülen. Dadurch entladen auch noch die letzten intakten Nesselkapseln ihr Gift auf der Haut. Im Notfall streuen Sie Sand auf die betroffene Stelle. Das trocknet die Nesselfäden aus. Schaben Sie den Sand nach einiger Zeit vorsichtig mit einem scharfen Gegenstand ab. Am besten hilft eine fünfprozentige Lösung aus Haushaltsessig. Damit werden die Nessel-kapseln inaktiviert. Schütten Sie etwa 2 Liter Flüssigkeit innerhalb von 30 Sekunden über die gereizte Hautpartie und lassen Sie diese etwa eine halbe Stunde einwirken. Erst jetzt kann man die noch haftenden Tentakel oder Nesselkapseln gefahrlos entfernen.

Eine dick auf die Haut aufgetragene Paste aus Backpulver oder Magnesiumsulfat kann die Nesselkapseln ebenfalls unschädlich machen. Ein Kühlgel oder Eisbeutel lindert anschließend den Schmerz. Bei heftigen Begleiterscheinungen wie Kreislaufschwäche ist sofort ein Arzt aufzusuchen.


Intensives Sonnenlicht verursacht Kopfschmerzen

(sra) Viele Menschen reagieren auf intensives Sonnenlicht sehr empfindlich und bekommen Kopfschmerzen. Untersuchungen belegen, dass Licht nicht nur bestehendes Kopfweh verschlimmern, sondern die Beschwerden auch auslösen kann. „Wer auf intensive Lichtein-strahlung mit Kopfschmerzen reagiert, sollte das Haus nicht ohne Sonnenschutz verlassen und die Mittagszeit meiden“, rät Dr. Rüdiger Schellenberg vom Forum Schmerz im Deut-schen Grünen Kreuz e. V. (DGK). Das gilt auch für Sommertage, an denen es bewölkt ist: Eine geschlossene Wolkendecke hält nur etwa 20 Prozent der UV-Strahlen ab. Eine Markise oder ein Sonnenschirm „schlucken“ rund die Hälfte der Strahlung. Verlegen Sie sportliche Aktivitäten oder Einkäufe in die kühlere Tageszeit. Außerdem können Entspannung und eine positive Stimmungslage die Schmerzempfindlichkeit senken.

Intensives Sonnenlicht verursacht KopfschmerzenWeitere Informationen zum Thema Kopfschmerzen bietet die Broschüre „Kopfschmerzen – Anleitung zur Selbsthilfe“, die Sie gegen Einsendung eines mit 1,45 Euro frankierten DIN A5-Rückumschlages unter dem Stichwort: Kopfschmerzen beim Deutschen Grünen Kreuz, Postfach 12 07, 35002 Marburg, anfordern können oder im Internet unter www.forum-schmerz.de.


Gürtelrose blüht besonders gern im Sommer auf

(sra) Rote Flecken und Bläschen, die sich bandförmig ausbreiten, sind Vorboten einer Gürtelrose. Der schmerzhafte Hautausschlag wird durch den Herpes zoster-Virus ausgelöst und tritt besonders häufig im Sommer auf. Eine frühzeitige Behandlung mit virushemmenden Medikamenten verhindert, dass die Schmerzen chronisch werden. Darauf weist das Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e. V. in Marburg hin.

Das verstärkte Auftreten in den Sommermonaten erklärt Dr. Martin Gessler, wissenschaftlicher Beirat im Forum Schmerz, mit den außergewöhnlichen Stresssituationen für den Körper in dieser Jahreszeit. „Die intensive Sonneneinstrahlung ist ein extremer Stressfaktor für die Haut. Dadurch müssen die Reparaturmechanismen Schwerstarbeit verrichten und die Immunabwehr wird geschwächt“, sagt der Münchner Neurologe. Aber auch die oft stressigen Reisevorbereitungen, Schlafmangel auf der Reise oder Ekelerscheinungen, beispielsweise vor fremden Betten oder unbekannten Mahlzeiten, können die Abwehrkräfte schwächen. Außerdem werden Luftschadstoffe und Ozon als weitere Auslöser vermutet, so Gessler.

Gürtelrose blüht besonders gern im Sommer aufDer erfahrene Schmerztherapeut rät, die Behandlung einer Gürtelrose möglichst in den ersten drei Tagen nach Auftreten der Bläschen zu beginnen. Dadurch ließe sich eine schmerzhafte Neuropathie und eine mögliche Chronifizierung der Schmerzen, verhindern. Betroffene mit starken Schmerzen erhalten deswegen neben virushemmenden Medikamenten auch Arzneimittel, die einer Entwicklung dauerhafter Schmerzen vorbeugen sollen. Antidepressiva werden zum Beispiel eingesetzt, um die Schmerzschwelle zu erhöhen. Krampflösende Anti-konvulsiva könne die Aussendung von Schmerzimpulsen verlangsamen. Patienten, die auf diese Therapie nicht ansprechen, sollten mit einer speziellen Schmerztherapie beginnen. Denn häufig ist dann der Einsatz starker, langwirksamer Opioide, wie zum Beispiel Schmerzpflaster, notwendig. „Oberstes Ziel der Behandlung einer Gürtelrose sollte es sein, chronische Schmerzen zu vermeiden“, betont Gessler.

Weitere Informationen zum Thema bietet die Broschüre „Nervenschmerzen – Ursache und Behandlung“, die Sie gegen Einsendung eines mit 1,45 Euro frankierten DIN A5-Rückumschlages unter dem Stichwort: Nervenschmerzen beim Deutschen Grünen Kreuz, Postfach 12 07, 35002 Marburg, anfordern oder kostenlos unter www.forum-schmerz.de herunterladen können.


Elektronischer Kopfschmerzkalender für unterwegs:
Verbesserte Therapiekontrolle per Handy


(sra) Kopfschmerzen haben viele Ursachen. Durch das Führen eines Tagebuches lernt der Betroffene seine Kopfschmerzen besser kennen und bestimmte Auslöser werden ihm bewusst. Im Schmerzentrum Berlin können Patienten jetzt ihren Kopfschmerzkalender elektronisch auf dem Handy führen. „Die mobile Datenübertragung erleichtert uns die Diagnose, kontrolliert den Therapieerfolg und verbessert die Behandlungstreue der Patienten“, zählt der ärztliche Leiter, Dr. med. Jan-Peter Jansen, die Vorteile auf.

Bei über 200 beschriebenen Formen von Kopfschmerz ist die Diagnose nicht immer ganz einfach. Damit Arzt und Patient möglichst schnell feststellen können, um welchen Kopf-schmerz es sich handelt, ist das Führen eines Kopfschmerzkalenders sinnvoll. Darin werden zum Beispiel Ort und Stärke, aber auch Begleitsymptome und Medikamente notiert. „Durch die Elektronische Datenerfassung verringert sich nicht nur die Papiermenge und ich muss keine Patientenakten mehr durchsuchen, sondern habe auf Knopfdruck eine komplette Analyse des Schmerz- und Medikationsverlaufes als Schmerzkurve vor Augen“, beschreibt Jansen den Nutzen. So kann der Arzt zum Beispiel die Häufigkeit von Migräneattacken feststellen, die Wirkung der Therapie beurteilen und erkennen, ob vielleicht eine Prophylaxe not-wendig wird.

Nach der Eingangsuntersuchung bekommt der Patient einen persönlichen Schmerzfragebogen auf sein Handy geladen. Bei jeder Schmerzattacke beantwortet er dann die Fragen auf seinem Handy und sendet die Daten an den Arzt oder speichert alle Daten bis zum nächsten Arztbesuch. Für die meist schwierige Bestimmung des Schmerzortes wurde von Dr. Francis Baudet, Schmerzexperte aus Aachen, ein spezielles Kopfschema entwickelt. Dabei sind abgegrenzte Kopfregionen mit Nummern versehen. Statt unklarer Beschreibungen kann die betroffene Region nun exakt bezeichnet werden. Die mobile Schmerzerfassung per Handy hat sich nach Auskunft von Dr. Jansen schnell etabliert und bereits bewährt. Zurzeit nutzen etwa 40 Praxen den elektronischen Kopfschmerzkalender.

Wer trotzdem gern etwas in der Hand hält, kann einen Kopfschmerzkalender für Erwachsene oder Kinder aus Papier mit hilfreichen Informationen zur Krankheit gegen Einsendung einer Schutzgebühr von 0,55 € in Briefmarken und einen frankierten DIN-A5-Rückumschlag erhalten, beim Deutschen Grünen Kreuz, Stichwort, Postfach 1207, 35002 Marburg oder kostenlos im Internet unter www.forum-schmerz.de.


Service Informationen

Info-Broschüren

Folgende Broschüren können von Interessierten gegen Einsendung eines mit 1,45 Euro frankierten und adressierten Rückumschlag (DIN A5) angefordert werden bei:
Deutsches Grünes Kreuz e. V.
Stichwort: Titel der Broschüre
Postfach 1207, 35002 Marburg

  • „Starke Schmerzen bewältigen“
  • „Aktiv gegen Rückenschmerzen“ (zur Zeit vergriffen)
  • „Schmerztherapie bei Osteoporose“
  • „Nervenschmerzen – Ursache und Behandlung“
  • „Kopfschmerzen – Anleitung zur Selbsthilfe“
  • „Migräne – Vorbeugung und Behandlung“
  • „Kopfschmerztagebuch für Erwachsene“ (Schutzgebühr: 0,55 Euro in Briefmarken)
  • „Kopfschmerztagebuch für Kinder“ (Schutzgebühr: 0,55 € in Briefmarken)
  • „Hörbuch Kopfschmerz“(Information – Selbsthilfe – Entspannung), Preis: 9,90 € (zzgl. 2,00 € Porto und Versand).


Telefon-Hotline

Das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) bietet jeden ersten Mittwoch im Monat von 16 bis 18 Uhr eine Telefonberatung mit erfahrenen Schmerztherapeuten an unter der kostenlosen Rufnummer 0 800 / 01 12 115.

Infos im Internet

Umfangreiche Informationen rund um das Thema Schmerz, Adressen von Schmerztherapeuten und viele Downloads, bieten die Internet-Seiten des Forum Schmerz unter www.forum-schmerz.de

Grafiken und Bildmaterial

Alle abgebildeten Fotos sowie die Buch- und Broschüren-Cover können im Zusammenhang mit den Artikeln von Redaktionen in schwarz-weiß oder farbig kostenlos per E-Mail angefordert werden unter: Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Mailmargot.boucsein(à)kilian.de

Interviewpartner

Für ein persönliches Gespräch vermitteln wir Redakteuren gerne die kompetenten Schmerzexperten unseres wissenschaftlichen Beirates. Zur Kontaktaufnahme wenden Sie sich bitte an Dr. Dietmar Krause.

Ansprechpartner

Bei Fragen, Anregungen oder Wünschen können Sie sich jederzeit gerne wenden an:
Dr. Dietmar Krause, Telefon 0 64 21 / 293 – 124, Telefax 0 64 21 / 293 – 724,
E-Mail: Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Maildietmar.krause(à)kilian.de


V.i.S.d.P.



Herausgeber:

DEUTSCHES GRÜNEN KREUZ e.V.

Redaktion:

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Deutsches Grünes Kreuz
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