Es ist besonders wichtig, erste Anzeichen einer Gelenkveränderung zu erkennen und mit dem Arzt zu besprechen.
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24.5.2017 : 15:32

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Viele Schritte führen zur richtigen Diagnose

Leider werden Arthrosen meist erst sehr spät diagnostiziert. Es ist daher besonders wichtig, erste Anzeichen einer Gelenkveränderung zu erkennen und mit dem Arzt zu besprechen.

Am Anfang der Untersuchung wird sich der Arzt die Beschwerden ausführlich von dem Betroffenen beschreiben lassen. Die Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) ist ein ganz wichtiger Baustein zur richtigen Diagnose. Je genauer der Betroffene die Gelenkbeschwerden beschreiben kann, desto gezielter können weitere diagnostische Instrumente eingesetzt werden. Mit einer eingehenden körperlichen Untersuchung sollte sich der Arzt ein Bild über Funktion und Bewegungsausmaß machen.


Bildgebende Verfahren

Häufig stützt sich die Diagnose auf ein Röntgenbild. Leider lässt sich der Gelenkknorpel im Röntgenbild nicht direkt darstellen, so dass sein Zustand aus indirekten Zeichen wie einem verschmälerten Gelenkspalt der eine deutliche Verdichtung des Knochens in Gelenknähe beurteilt wird. Leichte Schäden sind im Röntgenbild nicht erkennbar. Deshalb wird bei Verdacht zur Frühdiagnose oder um die Diagnose zu differenzieren, die Magnetresonanztomographie (MRT) eingesetzt. Sie ist ein hoch empfindliches Verfahren. Damit sind schon früh Schäden an Meniskus und Kreuzbändern im Knie oder Veränderungen in der Knochenstruktur zu erkennen. Veränderungen der gelenknahen Weichteile wie Muskeln und Bänder können mit Hilfe von Ultraschall dargestellt werden. Sowohl Ultraschall als auch MRT werden meist nicht routinemäßig durchgeführt.


Laboruntersuchungen

Eine degenerative Arthrose ruft zwar keine charakteristischen Veränderungen des Blutes hervor, trotzdem sollten eine Blut- und Urinuntersuchung zur Klärung der Ursache einer Arthrose herangezogen werden. Veränderungen ergeben sich oft als Folge von Erkrankungen wie Gicht oder Rheuma, bei denen sekundär eine Arthrose entstehen kann. Insbesondere können so entzündliche rheumatische Erkrankungen wie eine chronische Polyarthritis von einer Arthrose abgegrenzt werden.


Operative Diagnostik

Die Gelenkspiegelung (Arthroskopie) erlaubt einen Blick in das Gelenkinnere. Allerdings muss das Gelenk dafür unter operativen Bedingungen geöffnet werden. Dies mit einer Narkose und entsprechenden Belastungen für den Patienten verbunden. Auch Risiken wie eine Infektion sind zu berücksichtigen. Deshalb wird die Arthroskopie nur selten zur alleinigen Diagnose durchgeführt, obwohl damit bereits frühzeitig und sehr zuverlässig Schäden am Knorpel festzustellen sind. Häufiger ist die Kombination mit einer gleichzeitigen Behandlung, bei der rauer oder ausgefranster Knorpel geglättet, überstehendes Knochengewebe beseitigt oder das Gelenk gespült wird, um freie Knorpelstückchen zu entfernen.