Bei der Entscheidung für eine Operation sollten vorher viele persönliche Faktoren berücksichtigt werde.
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Gelenke, Operation, Arthroskopie, Arthrodese, Kniegelenk, Prothese, O-Beine, X-Beine
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24.5.2017 : 15:27

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Operative Verfahren bei Arthrose

Bei der Entscheidung für eine Operation sollten vorher viele persönliche Faktoren berücksichtigt werde, zum Beispiel Alter, Leidensdruck, Ausmaß der Gelenkzerstörung oder das Operationsrisiko. Viele Eingriffe werden heutzutage mit Hilfe der Gelenkspiegelung (Arthroskopie) durchgeführt. Bei der Spülung des Gelenkes (Lavage) werden Entzündungsstoffe und Knorpelabrieb beseitigt. Eine Knorpelglättung (Shaving) entfernt Auffaserungen und Lappenbildung des Knorpels und glättet Knorpelränder. Von einem Débridement sprechen Mediziner, wenn zusätzlich noch eingerissene Meniskusränder rekonstruiert werden.

Zu den gelenkerhaltenden Operationen zählen die Umstellungs-Osteotomien. Bei diesen Eingriffen werden X-Beine oder O-Beine begradigt. Dadurch passen die Gelenkflächen wieder besser aufeinander und der Druck auf das Gelenk wird optimiert. Dieses Verfahren eignet sich besonders bei Arthrosen, die noch nicht sehr weit fortgeschrittenen sind.

Ist das Gelenk so stark geschädigt, dass es seine Funktion nicht mehr ausüben kann, ist der Ersatz durch ein künstliches Gelenk zu erwägen. Besonders bewährt haben sich Prothesen vor allem an den großen Gelenken, Hüft- und Kniegelenk. Die künstlichen Gelenke sind nicht jedoch unbegrenzt haltbar und sie können sich auch lockern. Die Lebensdauer beträgt durchschnittlich 15 bis 20 Jahre. Eine zweite Prothese ist in der Regel kürzer haltbar. Deshalb wird versucht, das natürliche Gelenk so lange wie möglich zu erhalten. Wenn Gelenke nicht durch eine Prothese ersetzt werden können, ist es evtl. sinnvoll, das Gelenk zu versteifen (Arthrodese). Doch egal welche Verfahren gewählt werden, um die Schmerzen zu beseitigen, eine Operation sollte immer die letzte therapeutische Möglichkeit darstellen.