Kopfschmerzen_Diagnose
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20.10.2017 : 23:20

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Aktive Mitarbeit des Patienten hilft bei der Diagnose

Neben dem Spannungskopfschmerz und der Migräne gibt es zahlreiche weitere Kopfschmerzformen und Mischformen. Kopfschmerz ist also nicht gleich Kopfschmerz und erfordert deshalb eine individuelle Behandlung. Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist allerdings die richtige Diagnose. Für die Ursachenfindung sind Beobachtungen der Betroffenen oft entscheidend. Je genauer der Schmerz beschrieben werden kann und je ausführlicher dem Arzt über Begleitumstände und –erscheinungen wie Übelkeit, Licht- oder Lärmempfindlichkeit berichtet werden kann, um so genauer kann die Diagnose gestellt werden. Aufwändige Spezialuntersuchungen sind meist nicht notwendig.


Wichtige Informationen für den Arzt sind Antworten auf die folgenden 11 Fragen:

Welche Kopfregion ist von dem Schmerz betroffen

  1. Welche Kopfregion ist von dem Schmerz betroffen?
  2. Wie ist der Schmerzcharakter?
  3. Wie stark ist der Schmerz?
  4. Wie häufig treten die Kopfschmerzen auf?
  5. Wie lange dauert der Anfall an?
  6. Wann trat der Kopfschmerz zum ersten Mal auf?
  7. Welche Begleiterscheinungen sind zu beobachten?
  8. Was löste den Kopfschmerz aus?
  9. Was lindert oder verstärkt den Schmerz?
  10. Hat ein Familienmitglied Kopfschmerzen?
  11. Verstärken sich die Schmerzen bei körperlicher Aktivität?

Es lohnt sich auf jeden Fall, den Verlauf der Kopfschmerzen so genau wie möglich zu beobachten. Je mehr Informationen der Arzt hat, um so schneller und zielgerichteter kann eine Behandlung erfolgen.


In der folgendenTabelle sind noch einmal die Merkmale der beiden häufigsten Kopfschmerzformen aufgeführt.


Tabelle zur Unterscheidung von Spannungskopfschmerzen und Migräne

 

Spannungs-kopfschmerz

Migräne

Betroffene Kopfregion

ganzer Kopf,
Stirn und Schläfen

überwiegend halbseitig, Stirn, Schläfe, Auge

Charakter

dumpf, drückend, beengend

pochend, pulsierend, klopfend

Häufigkeit

gelegentlich (episodisch),
häufiger als 15 Tage im Monat (chronische Spannungs-kopfschmerzen)

1- 2 mal im Monat bis mehrmals in der Woche

Dauer

30 Minuten bis zu 7 Tage

zwischen 4 und 72 Stunden

Stärke

leicht bis mittelstark

mäßig bis sehr stark

Zeitpunkt

am Tag und abends

morgens

Begleitbeschwerden

keine

Sehstörungen (Aura), Übelkeit, Erbrechen, Licht und Lärmempfindlichkeit

Beschränkung der Alltagsaktivität

geringfügig

mäßig bis stark

Verhalten der Schmerzen bei Bewegung

bessern sich bei Bewegung

verschlimmern sich bei Bewegung



Das Kopfschmerztagebuch

KopfschmerztagebuchEine wertvolle Hilfe bei der Dokumentation der Beschwerden leistet ein Kopfschmerztagebuch. Das Aufschreiben ist ein erster Schritt, aktiv etwas gegen die Schmerzen zu unternehmen. Die Betroffenen notieren darin jeweils Stärke, Dauer, Beschaffenheit und Begleitbeschwerden, mögliche Auslöser der Schmerzen und sämtliche Medikamente, die eingenommen wurden. So lernen sie ihre Kopfschmerzen besser kennen und bemerken vielleicht Zusammenhänge mit bestimmten Auslösefaktoren. Auch der Erfolg der Therapiemaßnahmen lässt sich damit überprüfen.

Hier können Sie ein Kopfschmerztagebuch als Startet den Datei-Downloadpdf Datei. herunterladen.