Forum-Schmerz - Kopfschmerzen sind nicht gleich Kopfschmerzen
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29.4.2017 : 7:20

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Kopfschmerzen sind nicht gleich Kopfschmerzen

Kopfschmerzen, MigraeneDie große Zahl von Kopfschmerzformen, die Vielfalt der Ursachen und unterschiedlichen Bezeichnungen haben in der Vergangenheit zu Verwirrungen bei Patient und Arzt geführt. Erst 1988 hat sich die Internationale Kopfschmerzgesellschaft (IHS) auf ein Ordnungssystem geeinigt, das inzwischen mehr als 160 verschiedene Kopfschmerzarten umfasst. Nach dem Vorschlag der IHS werden Kopfschmerzen in zwei große Gruppen unterteilt: in primäre und sekundäre Kopfschmerzen.

Bei primären Kopfschmerzen ist der Schmerz selbst die Erkrankung. Diese Kopfschmerzen sind anlagebedingt, also vererbt. Die häufigsten Vertreter dieser Gruppe sind Spannungskopfschmerzen und Migräne.

Bei den sekundären oder symptomatischen Kopfschmerzen ist der Schmerz ein Anzeichen einer anderen Erkrankung, zum Beispiel bei einer Hirnhautentzündung, einer Stirnhöhleneiterung, einem Infekt oder einer Gefäßerkrankung.

Wenn Sie sich unsicher sind unter welcher Kopfschmerzform Sie leiden, dann machen Sie unseren Kopfschmerztest. Allerdings kann ein Onlinetest nie den Arztbesuch ersetzen. Vielmehr soll er Sie bei der Selbstbeobachtung unterstützen, damit Ihr Arzt, aufgrund Ihrer genauen Beschreibung, die richtige Diagnose stellen kann.


Kopfschmerz vom Spannungstyp

Charakteristisch ist ein dumpfer, drückender bis ziehender Schmerz, der im ganzen Kopf wahrgenommen wird. Die meisten Betroffenen haben das Gefühl, einen zu engen Hut zu tragen, ihren Kopf in einem Schraubstock eingezwängt oder eine schwere Last auf dem Kopf zu haben. Der in der Regel leichte bis mittelschwere Schmerz beginnt häufig im Nacken oder in der Stirn. Er kann sich aber auch vom Halsansatz im Nacken über den Hinterkopf bis nach vorn zur Stirn ziehen. Die Schmerzen strahlen gelegentlich in die Augen oder in die Wangen aus, die Augen werden müde und der Kopf scheint zu schwer für den Körper.

Früher bezeichnete man den Spannungskopfschmerz auch als “Muskelverspannungskopfschmerz”, “Stresskopfschmerz” oder “psychogenen Kopfschmerz”. Begriffe, die den Eindruck vermitteln, man kenne die Ursachen und Auslöser. Doch bis heute gibt es nur Vermutungen darüber, welche Faktoren die Kopfschmerzen herbeiführen. Sehr wahrscheinlich handelt es sich beim Spannungskopfschmerz um eine organische Erkrankung, bei der innere und äußere Faktoren zusammenwirken. So kann eine stark angespannte Kopf- und Halsmuskulatur bei einigen Patienten die Schmerzen auslösen. Bei anderen, die unter chronischen Kopfschmerzen leiden, ist vermutlich die zentrale Schmerzschwelle erniedrigt. Dadurch führen normalerweise nicht schmerzhafte Reize bei den Betroffenen zu Kopfschmerzen. Gestörte Schmerzkontrollmechanismen können ebenso Kopfschmerzen verursachen wie Stress. Zum Beispiel Autofahren in dichtem Verkehr, Arbeiten unter Zeitdruck oder in schlecht belüfteten Räumen und ständige Körperfehlhaltungen sind typische Auslöser für Kopfschmerzen. Aber auch psychosozialer Stress in der Familie und nicht bewältigte Ängste verursachen Spannungskopfschmerzen. Lernen Sie deshalb Stress zu bewältigen und abzubauen.


Migräne

Über kaum eine andere Krankheit bestehen so viele ungerechtfertigte Vorurteile wie über Migräne. Eigentlich sei sie nur ein Zipperlein und eine Ausrede, um sich vor unangenehmen Arbeiten zu drücken. Ein derartiges Denken ist den Betroffenen gegenüber ungerecht. Migräne-Patienten leiden in der Regel unter anfallartigen, starken und typischerweise auf eine Kopfhälfte begrenzte Schmerzen. Bei einem Drittel der Betroffenen verteilen sich die Schmerzen allerdings auch über den ganzen Kopf. Der Schmerz hat einen pulsierenden Charakter und verstärkt sich bei körperlicher Anstrengung. Während einer Migräneattacke steigert sich häufig die Licht- und Lärmempfindlichkeit. Übelkeit und Erbrechen begleiten dabei zum Teil die Kopfschmerzen. Alltägliches wird den Betroffenen zur Qual. Etwa jeder zehnte Patient sieht, kurz bevor die Kopfschmerzen einsetzen, einen farbigen Fleck mit gezackten Rändern: die Migräneaura. Sie dauert zumeist zwischen fünf und dreißig Minuten. Eine Migräne kann sich außerdem durch Prodrome (Vorläufer) ankündigen. Typische Prodrome sind erhöhte Reizbarkeit, Müdigkeit, vermehrtes Gähnen, eine erhöhte Geruchsempfindlichkeit und Geschmacksveränderungen. Sie setzen Stunden oder sogar Tage vor einer Migräneattacke ein. Nicht zwingend muss aber eine Migräne folgen.
Die genauen organischen Prozesse, die während einer Migräneattacke ablaufen, sind noch nicht bekannt. Möglicherweise spielen vorübergehende Veränderungen in der Weite der Blutgefäße, Hormonschwankungen oder gestörte Funktionen von Nervenzentren eine Rolle. Besser untersucht sind dagegen Substanzen und Bedingungen, die eine Attacke auslösen können. Diese Auslöser (Trigger) darf man aber nicht mit den Ursachen der Migräne verwechseln. Typische Trigger sind beruflicher und privater Stress, Hormonschwankungen während der Periode und in den Wechseljahren, manche Inhaltsstoffe bestimmter Nahrungsmittel wie in Rotwein, Käse, Zitrusfrüchten und Schokolade, unregelmäßiger Schlafrhythmus, Flackerlicht, Lärm, verqualmte Räume oder Wetterwechsel.

Meist genügt ein Trigger allein nicht, um eine Migräneattacke auszulösen. Aber: Je mehr Trigger gleichzeitig zusammen kommen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit eines Anfalls.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf den Seiten Migräne.


Schmerzmittelkopfschmerzen

Kopfschmerzen: SchmerzmittelkopfschmerzenAlle Kopfschmerzmittel, Monopräparate ebenso wie Kombinationspräparate, können selbst Kopfschmerzen verursachen, wenn sie missbräuchlich angewendet werden. Das bedeutet, die Einnahme erfolgt entweder zu oft, zu lange und/oder zu hochdosiert. Man spricht dann von Schmerzmittelkopfschmerzen. Um einen durch Schmerzmittel verursachten Kopfschmerz zu verhindern, hat die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft klare Empfehlungen erarbeitet. Danach sollten Kopfschmerz- und Migränemittel

  • höchstens an zehn Tagen pro Monat und
  • maximal drei Tage hintereinander eingenommen werden.


Das bedeutet, mindestens 20 Tage im Monat müssen frei von Schmerzmitteln sein, rezeptpflichtige Mittel eingerechnet. Dabei hilft es auch nicht, die Dosierungen zu verringern. Selbst bei einer niedrigeren Menge kann die tägliche Zufuhr dieser Präparate der Auslöser für neue Kopfschmerzen sein. Statt immer mehr Schmerzmittel einzunehmen, sollte bei andauernden Kopfschmerzen vom Arzt eine spezifische Therapie erarbeitet werden. Liegt ein Schmerzmittelkopfschmerz vor, sollte der notwendige Entzug, also das langsame Absetzen der Medikamente, nur von einem erfahrenen Arzt durchgeführt werden.