Forum-Schmerz - Einnahme nach festem Zeitschema
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Zeitschema, Schmerzbehandlung, Krebs, Schmerzattacke, Schmerzfreiheit,
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27.3.2017 : 18:33

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Einnahme nach festem Zeitschema

Einnahme nach festem Zeitschema Dauerschmerzen müssen dauerhaft behandelt werden. Voraussetzung für eine anhaltende Schmerzfreiheit bei chronischen Schmerzen ist die regelmäßige Einnahme der Medikamente nach einem festen Zeitschema. Der konsequente Einsatz „nach der Uhr“ sichert gleichmäßig hohe Wirkstoffspiegel und verhindert das erneute Auftreten von Schmerzen, obwohl die Schmerzursache weiterhin besteht.

Die nächste Medikamenteneinnahme bei chronischen Schmerzen sollte erfolgen, bevor der schmerzstillende Effekt des Präparates nachlässt. Dadurch bleibt der Wirkspiegel des Medikamentes immer gleich hoch. Die Erinnerung an den Schmerz und die Furcht vor einer erneuten Schmerzattacke werden vermieden. Dieses Prinzip der vorbeugenden Schmerzbehandlung verhindert eine psychische und körperliche Abhängigkeit von Schmerzmitteln. Abhängigkeit entsteht nur, wenn der Wirkspiegel im Blut und im Gehirn ständig wechselt.

Die Wirkdauer der Präparate sollte möglichst lang sein, damit die Patienten nicht durch die Einnahme der Arzneimittel in ihrer für die Entspannung und Erholung wichtigen Nachtruhe gestört werden. Außerdem werden Betroffene nicht immer an die Erkrankung erinnert. Krebsschmerzpatienten können ihren Tagesablauf freier gestalten, ohne die Einnahme des Medikamentes in kurzen Zeitabständen einplanen zu müssen. Für eine langfristige Schmerztherapie bei Tumorerkrankungen stehen mittlerweile Medikamente zur Verfügung, deren Wirkung bis zu 72 Stunden anhält (z. B. Fentanyl-Pflaster). Für akut auftretende Schmerzen und Durchbruchschmerzen benötigen Patienten zusätzlich Schmerzmedikamente, deren Wirkung schnell eintritt, dafür aber nur kurze Zeit anhält.