Forum-Schmerz - Nichtmedikamentöse Schmerztherapie
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Schmerztherapie, chronische Schmerzen, Biofeedback, Muskelentspannung, Entspannung, Schmerzen
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8.9.2010 : 14:27

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Nichtmedikamentöse Therapie

Entspannung lindert Schmerzen. Alle Dinge, die einen Menschen entspannen, können daher helfen, die Schmerzen leichter zu ertragen. Manchmal ist es möglich, durch Entspannung den Schmerzmittelverbrauch zu senken.

Nichtmedikamentöse SchmerztherapieEs gibt viele einfache Dinge, die gut tun und entspannen, zum Beispiel ein heißes Bad nehmen, gute Musik hören oder in die Sauna gehen. Zusätzlich fördern spezielle Schmerzbewältigungstechniken, die Patienten erlernen können, die Fähigkeit zu entspannen. Ein bewährtes Verfahren ist das autogene Training, mit dessen Hilfe man Puls, Atmung und Hautdurchblutung beeinflussen kann. Eine andere, leichter zu erlernende Methode ist die progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Dabei lernt der Patient, einzelne Muskeln kontrolliert anzuspannen und wieder zu entspannen. Um die leisen Signale des Körpers zu erkennen wird häufig auch das Biofeedback angewandt. Auf einem Bildschirm oder über Kopfhörer kann der Patient seine eigene Muskelanspannung erkennen. So wird beispielsweise ein angenehm tiefer Ton erzeugt, wenn der Muskel entspannt ist, ein unangenehm hoher Ton, wenn er angespannt ist. Auf diese Weise wird deutlich, dass die Anspannung der Muskulatur willentlich steuerbar ist.

Mit Hilfe von psychotherapeutischen Verfahren können bei rechtzeitiger Anwendung die Chronifizierung der Krebsschmerzen verhindert und bereits bestehende chronische Schmerzen gelindert werden. Ein weiteres Ziel psychotherapeutischer Verfahren besteht darin, die psychischen und sozialen Folgen chronischer Schmerzen zu verringern, das Leben für den Betroffenen erträglicher zu machen und ihm seine häufig stark eingeschränkte Handlungsfähigkeit zurückzugeben. In der interdisziplinären Schmerztherapie findet die psychologische Betreuung deshalb immer mehr Beachtung.

Ein weiteres nichtmedikamentöses Verfahren in der Schmerztherapie ist die Hypnose. Auch bei diesem Verfahren kommt es zur Entspannung. Sowohl die Muskelspannung, als auch die Herzfrequenz und der Blutdruck sind bei der Hypnose erniedrigt. Die Atmung ist regelmäßiger und langsamer. Der Blutspiegel der Hormone, die vermehrt bei Stress ausgeschüttet werden, sinkt. Die Schmerzwahrnehmung und daraus resultierende Ängste und Stress können durch Hypnose abgebaut werden.

In vielen Fällen bieten weitere nichtmedikamentöse Maßnahmen, wie Krankengymnastik, Massage, Akupunktur, Wärme- oder Elektrobehandlungen wirksame Hilfe.