- 1: Patienten-Informationen.
- 1.1: Rückenschmerzen.
- 1.2: Osteoporoseschmerzen.
- 1.3: Krebsschmerzen.
- 1.4: Kopfschmerzen.
- 1.5: Migräne.
- 1.5.1: Ursachen.
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- 1.6: Nervenschmerzen.
- 1.7: Arthrose.
- 2: Patienten-Service.
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Neben der Migräne gibt es zahlreiche weitere Kopfschmerzformen. Kopfschmerz ist also nicht gleich Kopfschmerz und erfordert deshalb eine individuelle Behandlung. Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist die richtige Diagnose. Meist kann der Arzt schon anhand der Krankheitsgeschichte feststellen, an welcher Form des Kopfschmerzes Patienten leiden. Für die Ursachenfindung sind Beobachtungen der Betroffenen oft entscheidend. Je genauer der Schmerz beschrieben werden kann und je ausführlicher dem Arzt über Begleitumstände und -erscheinungen wie Übelkeit, Licht- oder Lärmempfindlichkeit berichtet werden kann, um so genauer kann die Diagnose gestellt werden. Hilfreich ist dabei das Führen eines Kopfschmerztagebuches. Betroffene sollten den Arzt auch über das Ausmaß des Leidens, das oft mit einer starken Beeinträchtigung der Lebensqualität einhergeht, informieren.
Das Gespräch mit dem Arzt
Wichtige Informationen für den Arzt sind Antworten auf die folgenden elf Fragen:
- Welche Kopfregion ist von dem Schmerz betroffen?
- Wie ist der Schmerzcharakter?
- Wie stark ist der Schmerz?
- Wie häufig treten die Kopfschmerzen auf?
- Wie lange dauert der Anfall an?
- Wann trat der Kopfschmerz zum ersten Mal auf?
- Welche Begleiterscheinungen sind zu beobachten?
- Was löste den Kopfschmerz aus?
- Was lindert oder verstärkt den Schmerz?
- Hat ein Familienmitglied Kopfschmerzen?
- Verstärken sich die Schmerzen bei körperlicher Aktivität?
Es lohnt sich auf jeden Fall, den Verlauf der Kopfschmerzen so genau wie möglich zu beobachten. Je mehr Informationen der Arzt hat, umso schneller und zielgerichteter kann eine Behandlung erfolgen. Aufwändige Spezialuntersuchungen sind meist nicht notwendig. Manchmal können Kopfschmerzen aber auch Anzeichen anderer Krankheiten sein. Um dies auszuschließen, prüft der Arzt unter anderem die Reflexe und betrachtet die Körperhaltung genauer, damit eventuell neurologische oder orthopädische Krankheitsursachen nicht übersehen werden. Eine Spiegelung des Augenhintergrunds kann zum Beispiel klären, ob der Hirndruck erhöht ist. Mögliche Entzündungen der Arterien am Kopf lassen sich durch Abtasten feststellen. Auch kann ein Elektroenzephalogramm (EEG), also die Aufzeichnung der Gehirnströme, sinnvoll sein. Notwendig wird dies, wenn:
- erstmalige, nie gekannte Kopfschmerzen auftreten,
- die bekannten Kopfschmerzen sich verändern,
- Kopfschmerzen sich durch therapeutische Maßnahmen nicht lindern lassen,
- die Kopfschmerzen immer wiederkehren oder chronisch sind,
- Alarmsignale auftreten, die auf eine andere Erkrankung hinweisen können.
Das Kopfschmerztagebuch
Eine wertvolle Hilfe bei der Dokumentation der Beschwerden leistet ein Kopfschmerztagebuch. Aufzeichnungen sind ein erster Schritt, aktiv etwas gegen die Schmerzen zu unternehmen. Die Betroffenen notieren darin jeweils Stärke, Dauer, Beschaffenheit und Begleitbeschwerden, mögliche Auslöser der Schmerzen und sämtliche Medikamente, die eingenommen wurden. So lernen sie ihre Kopfschmerzen besser kennen und bemerken vielleicht Zusammenhänge mit bestimmten Auslösefaktoren. Auch der Erfolg der Therapiemaßnahmen lässt sich damit überprüfen.


