- 1: Patienten-Informationen.
- 1.1: Rückenschmerzen.
- 1.2: Osteoporoseschmerzen.
- 1.2.1: Ursachen.
- 1.2.2: Diagnose.
- 1.2.3: Schmerztherapie.
- 1.2.3.1: Akute Schmerzen.
- 1.2.3.2: Chronische Schmerzen.
- 1.2.3.3: Invasive Schmerztherapie.
- 1.2.3.4: Ohne Medikamente.
- 1.2.4: Selbsthilfe.
- 1.2.5: Literatur.
- 1.3: Krebsschmerzen.
- 1.4: Kopfschmerzen.
- 1.5: Migräne.
- 1.6: Nervenschmerzen.
- 1.7: Arthrose.
- 2: Patienten-Service.
- 3: Journalisten.
- 4: Aktuelles.
- 5: Schmerz in Zahlen.
- 6: Rückentag 2010.
- 7: Adressen & Links.
- 8: Schmerz-Podcast.
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Schmerz ist für die meisten Betroffenen das bestimmende Merkmal ihrer Krankheit. Er beginnt als akuter Schmerz nach einem Knochenbruch und begleitet sie als chronischer Schmerz durch das Leben, denn die Brüche können nicht wieder rückgängig gemacht werden. Eine effiziente Schmerztherapie ist für Osteoporose-Patienten deshalb unverzichtbar.
Eine Vielzahl von Beschwerden und Leiden der Betroffenen ist dank der wissenschaftlichen Arbeiten von Dr. Gudrun Leidig und Prof. Dr. Helmut Minne bekannt. So leidet die Mehrzahl der Patienten unter sehr starken, zeitweise unerträglichen Schmerzen. Der Schmerz wird als brennend, schneidend, bohrend oder ziehend beschrieben. Oft wird er schon durch geringe körperliche Belastungen ausgelöst. Bewegungen im Schlaf wecken die Menschen und rauben ihnen die erholsame Nachtruhe. Durch die statischen Veränderungen an der Wirbelsäule im Laufe der Krankheit, können die Betroffenen aber auch bereits in Ruhe an Schmerzen leiden. Interessant war, dass die Patienten in den Befragungen von Leidig angaben, trotz erheblicher Schmerzen nur sehr zögernd schmerzstillende Medikamente einzunehmen. Neue Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass dieses Verhalten falsch ist. Anzustreben ist vielmehr eine rechtzeitige, ausreichende und kontinuierliche Schmerzbehandlung.
Die chronischen Beschwerden der Betroffenen führen auch zu erheblichen Behinderungen im alltäglichen Leben. Übliche Hausarbeiten wie Staubsaugen oder Abwaschen verursachen Schmerzen. Selbst Ankleiden ist für viele Patienten ohne fremde Hilfe nicht möglich. Einkäufe können kaum allein erledigt werden, weil das Tragen der Taschen Rückenschmerzen auslöst. Es sind gerade diese kleinen Dinge des täglichen Lebens, die Patienten entmutigen und von ihnen als massive Einschränkung der Lebensqualität empfunden werden. Der Dauerstress Schmerz führt bei ihnen sehr oft zu Erschöpfung, depressiver Stimmung und Hilflosigkeit ein Teufelskreis, der die Schmerzen aufrechterhält und verschlimmert. Die Lebensfreude geht verloren, die Anteilnahme am gesellschaftlichen Leben bereitet keinen Spaß mehr. Oft ziehen sich die Betroffenen dann in die eigenen vier Wände zurück. Langsam rückt der Schmerz als bestimmendes Merkmal in den Mittelpunkt des Lebens und verselbständigt sich. Mit einer gezielten Schmerztherapie versuchen Mediziner diesen Teufelskreis zu durchbrechen.
Schmerz- und Bewegungstherapie ergänzen sich
Viele Patienten mit chronischen Schmerzen scheuen sich, regelmäßig Medikamente einzunehmen. Häufig wird nach dem Motto verfahren Ein Indianer kennt keinen Schmerz und es werden unnötigerweise die Zähne zusammengebissen. Dieses falsche Heldentum führt allerdings dazu, dass die Betroffenen sich zu wenig oder gar nicht bewegen. Das setzt jedoch einen Teufelskreis in Gang, der in einen weiteren Knochenbruch und erneuten Schmerzen enden kann. Denn Bewegung ist ein wichtige Säule der Osteoporose-Vorbeugung und Therapie. Durch körperliche Aktivität, durch Druck und Zug auf die Muskulatur wird der lokale Knochenstoffwechsel gefördert und Kalzium wird in den Knochen eingebaut. Der Bewegungsreiz sorgt also dafür, dass der Knochenmasseverlust gebremst und durch die verbesserte Einlagerung von Kalzium der Knochen wieder stabiler wird. Regelmäßige Bewegungsübungen sind außerdem notwendig, um die Muskulatur zu kräftigen und die Beweglichkeit zu erhalten. Die dazu erforderliche Krankengymnastik kann auf Grund der starken Schmerzen aber meist nur mit einer ausreichenden Schmerzbehandlung durchgeführt werden.


