Forum-Schmerz - Diagnose von Rückenschmerzen
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Rückenschmerzen, Diagnose, CT, MRT, VAS-Schmerzskala, Untersuchung, Lähmungserscheinungen
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17.10.2017 : 17:01

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Diagnose von Rückenschmerzen

Eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Schmerzbehandlung ist, die Ursache herauszufinden. Beschreiben Sie Ihrem Arzt deshalb die Schmerzen so genau wie möglich. Für den Arzt sind vor allem folgende Fragen besonders wichtig:

  • Wann haben die Schmerzen begonnen?
  • Wo treten die Schmerzen auf?
  • Welcher Art sind die Schmerzen?
  • Wie stark sind die Schmerzen?
  • Was verstärkt und was lindert die Schmerzen?
  • Wie häufig treten die Schmerzen auf?
  • Wann treten die Schmerzen gehäuft auf?
  • Strahlen die Schmerzen auf andere Körperregionen aus?
  • Sind die Schmerzen von Empfindungsstörungen, z. B. Lähmungserscheinungen, begleitet?
  • Kann ein Auslöser für die Schmerzen benannt werden?
  • Traten die Schmerzen schleichend oder plötzlich auf?

Für die Bewertung der Schmerzen haben sich standardisierte Fragebögen bewährt. Es ist allerdings nicht möglich, die Intensität der Schmerzen objektiv zu beurteilen, denn das Schmerzempfinden kann von Mensch zu Mensch stark schwanken und zum Beispiel durch die Psyche beeinflusst werden. Wer sich ängstlich oder stark belastet fühlt, wird sich weniger gut entspannen können. Dies führt wiederum zu einer Erhöhung der Schmerzempfindlichkeit. Eine gute Stimmungslage oder Ablenkung verringern dagegen den Schmerz. Außerdem gibt es schmerzempfindlichere und weniger schmerzempfindliche Menschen. Schmerz wird von den Betroffenen individuell ganz unterschiedlich bewertet. Antworten auf Fragen zum beruflichen, sozialen und seelischen Befinden sind deshalb für den Arzt ganz wichtig.

Diagnose von Rückenschmerzen - visuelle Analogskala (VAS) Eine Möglichkeit die subjektiv empfundene, aktuelle Schmerzstärke einzuordnen, bietet die so genannte visuelle Analogskala (VAS). Der Arzt lässt den Patienten dazu auf einer Linie von links (kein Schmerz) bis rechts (stärkster Schmerz) mit einem Schieber einschätzen, wie stark der momentane Schmerz ist. Auf der Rückseite kann die vom Patienten geschätzte Schmerzstärke mit Hilfe einer Skala von 0 (schmerzfrei) bis 10 (stärkste vorstellbare Schmerzen) abgelesen werden. Diese Einschätzung gibt dem Arzt wichtige Hinweise für die Dosierung der Schmerzmittel und im weiteren Verlauf der Behandlung über ihre Wirksamkeit. Bei der Beurteilung der Schmerzintensität muss jedoch berücksichtigt werden, dass die Schmerzempfindung, wie oben erwähnt, ein ganz persönliches Erlebnis ist und immer ganz individuell behandelt werden muss.


Körperliche Untersuchung

Der ausführlichen Befragung schließt sich eine eingehende körperliche Untersuchung an. Der Arzt begutachtet dabei die Haltung, Form und Beweglichkeit der Wirbelsäule, tastet nach druckempfindlichen Stellen und beurteilt die Muskulatur. Außerdem sucht er nach Bewegungen, die den Schmerz auslösen oder verstärken. Eine orientierende neurologische Untersuchung testet die Reflexe. Außerdem wird der Arzt nach Empfindungsstörungen oder Einschränkungen der Blasen- und Mastdarmfunktion fragen. Dies gibt Hinweise auf die Beteiligung von Nervensträngen am Schmerzgeschehen.


Bildgebende Verfahren und Labor

Eine Röntgenaufnahme ist im akuten Stadium nur notwendig bei Verdacht auf eine nicht-abnutzungsbedingte Wirbelsäulenerkrankung, wenn der Arzt also eine organische Ursache vermutet. Weitere bildgebende Verfahren wie Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) oder Skelettszintigraphie werden nur dann eingesetzt, wenn schwere neurologische Symptome vorliegen (z. B. Lähmungserscheinungen), eine Verengung der Nervenwurzelkanäle vermutet wird oder Hinweise auf schwere Grundkrankheiten wie Krebsleiden weitere Diagnostik erfordern bzw. die eingeleitete Behandlung über längere Zeit ohne Erfolg bleibt.

Diagnostische VerfahrenGrundsätzlich gehört zur Basisdiagnostik auch eine orientierende Laboruntersuchung mit Blutbild, Blutsenkung, einigen Serumbestandteilen und Urinuntersuchung, um andere Krankheiten auszuschließen.

Diese genauen Vorerhebungen sind notwendig, da man bei der Behandlung von chronischen Schmerzen sowohl die auslösende Krankheit als auch den ganzen Menschen im Blick haben muss. Nur so ist der Arzt in der Lage, die richtige Therapie auszuwählen.