Schmerz in Zahlen, Rückenschmerzen
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21.10.2017 : 7:02

 

Weitere Zahlen:

3 Prozent der Bevölkerung leidet unter chronischem Spannungskopfschmerz
10 Prozent der Bevölkerung sind von Migräne betroffen

70 Prozent der Tumorpatienten haben im Verlauf der Krankheit Schmerzen

5 Prozent der Allgemeinbevölkerung leidet unter neuropathischen Schmerzsyndromen

2 Prozent der Bevölkerung leidet an chronischen entzündlich-rheumatischen Systemerkrankungen

In Deutschland gibt es 7,8 Millionen Menschen über 50 Jahren, die an Osteoporose leiden

Nach Hochrechnungen sind 8,5 Millionen erwachsene Menschen von Arthrose betroffen


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Schmerz in Zahlen
Rückenschmerzen
  • 21,6 Prozent der Frauen haben chronische Rückenschmerzen
  • 15,5 Prozent der Männer haben chronische Rückenschmerzen
  • 69 Prozent der Bevölkerung schmerzt der Rücken gelegentlich
  • 65,8 Prozent der Frauen haben gelegentliche Rückenschmerzen
  • 57,4 Prozent der Männer sind von gelegentlichen Rückenschmerzen geplagt
  • 90 Prozent der Rückenschmerzen bessern sich innerhalb kurzer Zeit
  • 10 Prozent der Rückenschmerzen chronifizieren
  • 25,8 Prozent aller Krankheitstage gehen auf Muskel- und Skeletterkrankungen zurück, die meisten davon Rückenschmerzen
  • schätzungsweise 20 bis 25 Milliarden Euro direkte und indirekte Kosten


Rückenschmerz ist die häufigste Schmerzform in der Bevölkerung. Nach einer Umfrage aus dem Jahr 2006 leiden im Durchschnitt 69 Prozent der Bundesbürger gelegentlich daran. Von chronischen Rückenschmerzen sind 15 Prozent der Befragten betroffen.

Rückenschmerzen Eine Studie von 2002/2003 erläutert die geschlechtsspezifische Verteilung der Rückenschmerzleidenden. Frauen sind demnach von gelegentlichen Rückenschmerzen mit 65,8 Prozent deutlich stürker betroffen als Männer (57,4 Prozent). Auch der chronische Rückenschmerz tritt bei Frauen hüufiger auf: 21,6 Prozent haben andauernde Schmerzen. Männer leiden zu 15,5 Prozent an chronischen Rückenschmerzen.

Rückenschmerzen lassen sich in spezifische und nichtspezifische Schmerzen unterteilen. Spezifische Rückenschmerzen haben eine eindeutig feststellbare Ursache, darunter fallen beispielsweise Bandscheibenvorfülle, Wirbelgleiten, Spinalkanalverengungen, Wirbelkörperbrüche, Tumore, Infektionen oder entzündliche Erkrankungen. Nichtspezifische Rückenschmerzen haben keine physiologisch erklärbare Ursache. 15 Prozent aller Rückenschmerzpatienten haben spezifische Schmerzen, bei 85 Prozent ist die Ursache ungeklärt, was die Behandlung erheblich erschwert.

Akut Betroffene haben größtenteils eine gute Chance innerhalb kurzer Zeit von den Schmerzen geheilt zu werden. In 90 Prozent der Fälle bessern sich die Rückenschmerzen binnen sechs Wochen. Problematisch sind die restlichen 10 Prozent. Bei diesen Patienten lassen die Beschwerden nicht nach und es kann eine Chronifizierung eintreten.

Rückenschmerzen sorgen nicht nur für großes persönliches Leid, sie sind auch die teuerste Volkskrankheit in Deutschland. 25,8 Prozent aller Krankheitstage gehen auf Muskel- und Skeletterkrankungen zurück, von denen die meisten Rückenschmerzen sind.

Arbeitsunfähigkeit oder Frühberentung durch Rückenschmerzen kosten jährlich etwa 10 bis 15 Milliarden Euro, zu diesen indirekten Kosten kommen die Behandlungskosten hinzu, die sich jährlich auf 10 Milliarden Euro belaufen.

Weitere Informationen zur Behandlung von Rückenschmerzen lesen Sie hier...

Eine Anleitung zur Selbsthilfe finden Sie in unserer Startet den Datei-DownloadBroschüre: Aktiv gegen Rückenschmerzen (Download als Startet den Datei-Downloadpdf-Datei).

Informationen zum Tag der Rückengesundheit am 15. März 2010 finden Sie hier...


Quellen:
Dr. med. Wolf Diemer, Prof. Dr. rer. Pol. Heiko Burchert: Chronische Schmerzen. Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 7. Robert-Koch-Institut Berlin 2002.

H. Neuhauser, U. Ellert, T. Ziese: Chronische Rückenschmerzen in der Allgemeinbevölkerung in Deutschland 2002/2003: Prävalenz der besonders betroffenen Bevölkerungsgruppen. In: Das Gesundheitswesen, Jg. 67, Heft 10, Stuttgart, New York 2005.

T. Kohlmann, C.O. Schmidt: "Volkskrankheit" in Zahlen. Rückenschmerzen in Deutschland - eine epidemiologische Bestandsaufnahme. In: Orthopädie und Rheuma. Heft 1 2005.

Aktuell: Ganz neue Zahlen gibt es hier...
Opens external link in new windowwww.bkk.de/faktenspiegel November 2008